Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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>98 Brennspiegel,

Gyracusaner beschrieben haben, wird jene Erzählung mitRecht verdächtig. Erst bey späteren Schriftstellern findetman jene Sage, und besonders bestimmt bey den Byzanti-nern. Die ältesten Schriftsteller, welche der Verbrennungdieser Flotte gedenken, find Galen us und Lucianusim zweyten Jahrhundert. Galen l.r'6.

III. c. 2. bedient sich der Worte 8irr -riov «v^kcov, welcheman auch von geschleuderte» Fcuerballcn, Feuerkugeln oderirgend einem andern geworfenen Brandzcug verstehen kann,und Lucianus hat den Ausdruck -r? der ebenfalls

nichts für die Wahrheit jener Sage beweiset. Bestimmterspricht Anthemius Trallianus, der im 6ceu Jahr-hundert, zur Zeit des Kaysers Juliiuians, lebte, in seinenparscloxiz maekmationibuz hiervon, welcher zugleich be-hauptet: daß 24 Planspiegel hinreichend wären, die Son-ncnstralen bis zum Brennen in einem Punkt zu vereinigen.Das bieher gehörige Fragment aus den k.irg-iox>s mackina-rionibus des A »the m i u s ließ LouisDupuy 1777 un-ter folgendem Titel abdrucken: ^

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4., worinn Dupuy äußert, daß Archimedes zur Ber^brennung der römischen Schiffe zwar keine Hohlspiegel, wohlaber «ine Anzahl ebener Spiegel, die nach einem gemein-schaftlichen Punkt gerichtet worden wären, gebraucht habenkönne. Auch Vitelli 0 in seiner 0/-/, I,//-. 7-^0/,. 65.

beruft sich auf diese Nachricht des Anthemius. Nochbestimmter erzählen Zonaras und Tzetzes, die erst imi2ten Jahrhundert lebten, und Eustakhius aus demizken Jahrhundert, das Wunder von den Brennspiegeln dcs

Archimedes, wobey sich 5 0 na ras (7,7s, 77/. ^»»« 7 .

f" e-/>- auf viele ältere Schriftsteller, z. B. den

Diodoo von Sicilien, Dio Cassius, Hero,Pbilo u- a. m. beruft, deren hieher gehörige Schriftenaoer theils verloren gegangen find, theils nichts hiervonkiuhüilen. Die historische Nachricht dieser Erzählung lstal-so