Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Li-r

Bri?5.

ne zu schwerfällig philosophisch; die von Bernis ohne her«vorstechenden Character; erst Greffet führte eine originel-le Leichtigkeit im französischen Briefstil ein, worinn rhinDorat, Ioh. Mich. Gedaine (geb. 1719, 1797)

und Masson de Pezay (-j- 1777) naevfolgten. Diegrößten Meisterstücke in dieser Dichmrr lieferte aber Vol-taire. — Balzac schrieb zur Zeit des Cardinals Ri-chelieu zuerst erträgliche Briefe in französischer Prosa;ihm folgte Noik ure 1648), der zu viel Latein hinein-mischte, de Bussi Rabutin, Rrchelet, Patin,Bayle; durch PaScal's (-H >6Sr) witzige Briefe, wur-de der gute Geschmack in Frankreich fixirt, wo sich beson-ders Mariede Rabutin Marquise von Gedinge(geb. 1626, ^1694), und die witzige Babel

(geb. i6z8, 1 ° 1701) in Brieftn auszeichneten. Die cosquctte Ninon de l'Enclos (geb. l6,x, -j- 1706) trafzwar den Bricfton, aber ihre Briefe sind zu sinnlichen In-halts. Am meisten zeichneten sich unter den Epistologra-phen der ältere Racine, Voltaire und I. I. Rous-seau aus. — Bey den Deutschen schrieben poetische Epi-steln: Opitz, Flemming, Ioh. Christi. Günther(geb. 1695, -j- 171z); Ioh. El. Gchlegel (geb. 1718,1749) traf zuerst 1740 den wahren Ton in den wenigenvon ihm hinterlassenen Versuchen, und legte in ihnen einenSchatz von Beobachtungen in einer sentemi-sen Sprache undstießrnde» Versificatton nieder. Auch U z, und Ioh. G e.Jacobi (geb. 1740) zeichneten sich aus. Michaelissatirische Briefe gefielen wenigen, mehr aber die des 8. H«von Nic 0 lay. Erst das letzte Viertel des tstten Jahr-hunderts gab die ersten Meister dieses Fachs, nämlichFried. Wilh. Götter (geb. 1746, ^ 1797) und vonGöckingk. — In prosaischen Briefen brachen die Bahn:Christian Weise 1692, Talander 1709, Benj.Neukirch 1709, Christian Friedrich Hunold1717, deren Triefe aber sämmtlich geschmacklos sind; erstmit Geliert that der Geschmack in Briefen einen starken

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