Brückt-
tzeren man sich auf dem Rhein bedient, besteht aus zwey,großen Schiffen, die wenigstens 6 Fuß über dein WasserBord halten. Beyde Schiffe sind mit Balken dergestalt anEinander befestigt, daß wenigstens ein Raum von etlichenEllen dazwischen bleibt, und die Balken sind mit einem Last-boden von starken Bohlen belegt, so daß vier Wagen dar-auf Raum haben. Die Brücke hat Steuerruder und Noth-anker, aber keine Masten. Auch ist ein hohes Geländerauf dem Lastbodcn angebracht. Gegen^den Vyrdertheil zusind zwey Säulen an verschiedenen Plätzen aufgerichtet, diemit einem Quecrxiegel vereiniget werden. An diesem Riegelist ein Seil befestigt, daS auf demselben hin und her gescho-ben werden kann, je nachdem eS die Richtung der Brückemit sich. bringt. Dieses Seil geht über 8 und mehrere Kähi»>e und wird in dem Grunde deS Flußes mit einem Anker be-festigt. Diese Kähne fahren in einer Linie hinter einandervor der Brücke,, und tragen das Seil an einer aufgerichte-ten Stange auf jedem Kahn. Der Brückenmeister ist aufder Brücke und steuert diese gegen den Strom. An beydenSeiten deS UferS ist eine Anfahrt von Kähnen gemacht, umdie Absetzung der Wagen zu erleichtern. Reißt daS Seil,fo wirft man den Nothanker aus. Die Brücke steht dannstill, und die Personen oder Wagen, hie übergesetzt werden,sollten, sind in Sicherheit. Ein plattcS Schiff,. daS zumUebecsctzcn über einen Strom bestimmt ist, und durch einqueer über den Strom gespanntes Lau fortbewegt wird,heißt eine fliegende Fahre, da hingegen die fliegende Brückeblos durch daS Steuerruder fortbewegt, und nur durch daslange, auf Kähnen ruhende Ankertau gehalten wich, damitsie der Strom nicht fortreißt, Die noch jetzt üblichen flie-genden Brücken findet man bereits unter Karl vonFrankreich; denn als einige französische Ritter unterhalbCommines über die Lys setzen wollten, bewegten sie dieBar-kcn vermittelst eines Seils über den Fluß; H oyer'S Ge-schichte der Kriegskunst, r. B. 1797. S. roz, DieKunst, eine fliegende Brücke zu errichten, die aus mehreren
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