Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
241
JPEG-Download
 

Brucke.

24 !

der oder Riegelnägel zusammen gehalten, und sind durch ei-serne Bolzen oder so genannte Schwalbenschwänze verbun-den; sie sind, um die Terrasse zu tragen, mit eisernenPlatten bedeckt; das Geländer ist von Eisen und trefflichgearbeitet. Das ganze Gewicht des Metalls beträgt 757See-Tonnen oder 378^ Last. Diese Brücke ist von zweyberühmten Schmieden, I. John Wilkinson undAbraham Darley, entworfen und ausgeführt worden.Die Stücken dazu wurden 1779 in Coalbrookdale gegossen,und der Bau unter Direktion des Herrn Darley vollendet»Gotthard's Annalen der Gcwcrbkundc. LlesHeft. 1802. S. 85 folg. Seitdem entwarfen mehrereKünstler in verschiedenen Gegenden Europa's Plane zu ähn-lichen Brücken. Da aber die Dehnbarkeit des Eisens nichtdenjenigen Grad von Solidität gestattete, den dergleichenWerke erfordern, so fand das Eisen, wegen seiner Nach-giebigkeit, anfangs Widerspruch. Die Erfahrung bestä-tigte es auch bald, daß, wenn das Eisen nicht vorzüglichgut, besonders wenn es zu spröde ist, diese Brücken nichtdauerhaft sind, denn die bey Sramford in WortestershirSangelegte Brücke von 90 Fuß Weite stürzte plötzlich ein, dasie bis auf das Geländer fertig war, indem sie durch ihr ei-genes Gewicht gerade in der Mitte des Bogens zerbrach.Sammlung nützlicher Aufsätze und Nachrich-ten, die Baukunst betreffend. Für angehen-de Baumeister und Freunde der Architektur»Herausgegeben von mehrern Mitgliederndes Königl. Preußl. Ober - Bau - Departe-ments. 1797. i. Band. Berlin bey Unger.Payne hob aber diese Schwierigkeit, indem er aufdettglücklichen Gedanken verfiel, Blöcke von Gußeisen zu ver-fertigen, die, da sie sich nicht zusammendrücken lassen, bettgehörigen Widerstand leisten können. Im Jahre 1790machte er den ersten Versuch mit dieser Art eiserner Brücken,der vollkommen glückte, und noch vor ein Paar Jahren hakPayne eine solche eiserne Brücke ausgeführt. In Deutsch.

B. H«ndd. d. Srf. r, Tb. a. Mb- K land