Band 
[Zweyter Theil.]
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265
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Duchüinderkmlst. -65

-Materien verschlossen. Von diesen Rollschriftcn konimendie Redensarten her: ein Buch aufrollen, aufwickeln, Lu.cä 4, 17; es zusammenrollen, zusammenwickeln, Jes.Z4, 4. Lucä 4, 20; daher wurde auch ein Buch zu»weilen , nicht nur in der lateinischen , sondern auch in an«der» Sprachen eine Rolle genannt, 1 ./^. gg.«

,re. sse re,»/-/Lco. Psal IN 40, 8. Ics. 8, I. Selbstbey den Schauspielern kommen die Ausdrücke: Rolle, ei«ne Rolle spielen, noch davon her, weil ehedem jeder Schau-spieler das, was er zu reden hatte, auf einen langen Streifschrieb , den er zusammengerollt bey sich trug. Das ersteBlait der Rollschriftcn , auf welches der Titel des Werksgeschrieben war, hieß Man pflegte auch

auf die Außenseite der Rolle einen Pergamentstreif zu leimen,worauf man den Verfasser und Titel eines Buches schrieb,und ein solcher Streifen wurde tu-lex,xwr, genannt. Auf das letzte Blatt der Rolle,

welches hieß, wurde zum Zeichen, daß hier

LaS Buch ein Lude habe, ein Kran; gezeichnet. Ucbrigenswaren die Papyrus - und Pergamentcollen nur auf einerSeite beschrieben ; die Hintere Seite wurde leer gelassen.Nur bey Schriften , die zum Privatgebrauch dienten, undworin man auch zuweilen das Geschriebene wieder aus»strich, wurden beyde Seiten des Papiers beschrieben:r-cira/. I. I-r/l. II.

r/§ ^ g. 215. r2l. leg. 229 leg. Julius

Cäsar soll zuerst in seinen Briefen auf beyde Geilen ge«schrieben haben. Von einer sehr alten ägyptischen Rollschriftfindet man unter dem Worte Buch cinigcNachricht. Auchbeym Nachgraben in Herculanum fand man dergleichen aufägyptisches Papier geschriebene Rollen, und der Pater An-ton Piaggi, ein Genueser, erfand 1754 eine Maschine,wodurch er dies Rollen aufwickelte. Die Maschine rücktenicht so geschwind, als der Zeiger an einer Uhr fort. Andie unbeschriebene Hiuterscite des Papiers klebte er Fädmnur Äumiii! an, fütterte dann die Hinketscfte noch besonders

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