Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
266
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»66 Buchbinderkunst.

m!k Zwiebelschaalcn, und lösete mit einem Grabstichel einBlakt nach dem ander» ab. Diese Rollen waren indcßenum keinen Stab gewickelt; Wehrs von, Papier, 1789.S 80. Ordentlicher Weise gaben sich die babrarü, dieauch Libliopolae heißen, damit ab, Bücher zu binden undzu verkaufen; die Spsicr waren darunter die berühmte-sten ; H I. ro. Doch mußte» auch die

Leibeigenen der Römer diese Arbeiten verrichten; besondershatte Aktie us mehrere Leibeigene, die hierin sehr ge-schickt waren, denn als Cicero aus dem Exilto zurückkamund seine Bibliothek in Ordnung bringen wollte, begehrteer von dem Atlicus zwey Leibeigene, die als gute Buch-binder berühmt waren; 8. 4- ^

Außer den Rovschriften gab es auch noch viereckigteBücher , llbr, gualleski), nach Art unsrer jetzi-

gen Folianten und Ouartanken. Man vermuthet, daß dieviereckigte Form der Bücher von den AtP-Ak^siL, oder dop-pelt zusammengelegten Thicrhäuteii, auf deren innere Seiteman gleichfalls schrieb, ihren Ursprung habe. Die Formdieser Bücher machte eine neue Art der Zusammenfügungnothwendig, und erzeugte allmählig die jetzige Buchbinder-kunst. Wie diese bey den Alten beschaffen war, darübergeben sc/>ir>6)'r.re/5 e/e 0^». <7o^ch §. XVI.und Semlerin der Sammlung zur Geschichte der Fo rut-schn eide tun st §.5. folg. mehreren Aufschluß. Die äl-testen viereckigte» Bücher bc-standen aus Tafeln von Erz,Bley, Holz oder auch Elfenbein , und zwar entweder nuraus einer einzigen Tafel, wovon l. c. p. >99. meh-

re Beyspiele anführt; oder aus etlichen wenigen zusammen»gefügten Tafeln, die dann collieilli, Mv«xt8t«,auch pu§illsre8, oder auch, nach der Zahl der Tafeln, 8t-ir-ru^st, -rstTra-v^st U. s. w. genannt wurden , On,re-cr'tt§l. c.x. 204.^. Oder es waren größere Werke, die aus vie-len über einander gelegten Tafeln bestanden, von denen dieerste und letzte zu Deckel» dienten; dergleichen größere Wer-ke