Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
272
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2?L Buchdruckerey.

Vuchdmckerey ist eine Werkstätte, wo die metallenen Bnch-staben i» gehörige Ordnung gesetzt, und dann vermittelstder Druckerschwärze und einer Presse a,-s Papier abgedrucktwerden. Bey dein Worte Buchdruckers,nist wird man fni.Den, daß zwar in Stcaßburg bereits der Anfang zur Buch.drnckecey gemacht wurde, solche aber doch erst in May»;ihre Vollkommenheit erreichte. Einige Z it hindurch besaßMay»; allein eine Bnchdruckecey, aber bald wurden mehre-re angelegt. Einige sind der Meynung, daß mehrere Um-stände zur Ausbreitung der Druckereien Veranlassung gege-ben hätten, und zwar zuerst das Hinwegziehen Guttcn-bergs von Gtraßburg nach Maynz im Jahre 1445, woGülten dergS Gehülfen, die schon einige Kenntniß vonder Kunst haben konnten, in Straßburg zurückblieben; fer-ner die Trennung GuttenbcrgS von Faust im Jahre14;;, wo sich Guttenbergs Gehülfen von Maynz hin»weg an andere Orte begaben. Zum Beweise für diese Mey-nung führt man einen Johann von Peters heim an,der in den Stadtbnchcrn zu Frankfurt bey dem Jahre 1449E/>,genannt wird, aus welcher Benennungman schließen will, daß Johann von Pckcrshcimum diese Zeit eine Buchdruckerey in Frankfurt errichtet habe;

r« /»ckcke />. 279./^. cs//. 0/>o-,-ck ?. I. />. Z4 182. Indessen ist diese Veranlassung, obsich gleich manches daraus erkläre» ließe, dennoch sehr uncgewiß. Weit wichtiger und gewisser ist der Einfluß, dender zwischen Adolph von Nassau und Dither vonJsenburg ausgebrochene Krieg auf die Verbreitung derBuchdruckereycn hatte, in welchem der Erzbischof Adolpham 27ten October 1462 die Stadt Maynz eroberte, zumTheil verbrannte, plünderte und hart bedrückte, wodurchviele von Faustsund Schöfsers Gehülfen vertriebenund gcnöthiget wurden, sich neue Wohnsitze zu suchen, wosie dann wieder von ihrer Kunst Gebrauch zu machen anfien-gen. Um sich von der Wanderung der Buchdruckercyen voneiner Stadt j«r andern, und von einem Lande in das ande-

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