Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
271
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Buchbinderkunst.

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Futteral, das ganz wie ein Buch aussah, übrigens einMeisterwerk war, denn niemand verstand es zu öffnen, weilnirgends die mindeste Spur einer Oeff»ki»g zu sehen war,bis der Meister selbst den verborgenen Schieber entdeckte»Der König sagte dann, daß er in seiner ganzen Bibliotheknichts Achnlichcs auszuweisen hatte. Zink sah sich genö»thigl, ei» Futteral über dieses Futteral von einem andernArbeiter mache» zu lassen, weil Kalthöbcc sonst vielleichtnach seiner Art wieder etwas Neues daran angebracht habenwürde. Franks. R eichsoberpostauitszeitung,1802. Nr. Z4. Seit einigen Jahre» sind in England dierothen Juchtenbände allgemein beliebt, weil sie ungemeindauerhaft sind, nicht leicht schmutzen, und sich sehr man-nigfaltig verzieren lassen; da sie aber vielen Personen wegendes Geruchs zuwider, und wegen des hohen Preises zu kost«bar waren, so hat der Buchhändler Eohn in London einPatent über die Erfindung erhalten, dem Kaibledee eine soschöne Farbe zu geben, daß die Bücher in diesen rothenBanden ein weit schöneres Anseht, haben, als in Juchten..Der Band ist zwar nicht so haltbar, aber auch viel wohlfei-ler, als ein juchtener; Allgemeines Intelligenz-blatt für Litteratur und Kunst, iLoz. St. 75.Neuerlich werden die Tücher satinirt oder atlasartig geglät-tet , wodurch der Gebrauch des Hammers oder Schlägelsentbehrlich werden dürfte. Auch die Methode, Bücher oh-ne Nadel und Faden einzubinden, ist in England erfundenworden; Journal für Fabrik, 179z. März. S.14z. 144. In einem Briefe vom Jahr 1791 wurde mir ge-meldet, daß Herr Montgolfier zu Anvnay eine Art,Bücher einzubinden, erfunden habe, die weder geschlagen,noch beschnitten, noch geleimt, ja nicht einmal geheftet zuwerden brauchen, und doch von ausnehmender Schönheitsind. Der Fürst Kaunitz ließ ein solches Buch zur Ein-sicht kommen, das, schlechtweg in Kalbleder gebunden, ei-nen Dukaten kostete, und in Wien von keinem Buchbindernachgemacht werde» konnte.

Buch