s8(r Büchdruckerkunst.
ber), der Tcnakel, das vieifnrinm mit Silber beschlagen,die Farbeschauftl, die Balk'», das Kstpfholz u. s. w. liegenauf der Oberfläche der Maschine in gehörige Fächer einge-theilt. Die Maschine ist inwendig durchaus mit grünemTuch ausgeschlagm, lind der Kaste» auswendig schön fou»nirt, und wiegt in allein 9 Cent Wiener Gewicht. Sobald der Kasten zu ist, welches sehr schnell geschehen kann,so vermuthet man nichts weniger als diese Maschine, undhält sie auch bey der genauesten Untersuchung für nichtsmehr und nichts weniger als eine» Klcidcrkasten. DasWerk ist überhaupt so eingerichtet, daß eine Person dasselbeganz leicht dirigircn kann, und folglich lemcii Tbeilnelnncrdes Geheimnisses nöthig hat. Diese Erfindung ist die Fruchtmehrerer Jahre und hat ihr Entstehen dem Kayser Jo-seph II. zu danken, welcher diese Kunst selbst gelernt hatte,und Herrn Traßlcr zur Verfertigung dieser Buchdrucke-rey ermunterte; der Kayser konnte aber keinen Gebrauch da-von machen, indem er starb, ehe diese Druckerey vollendetwar. Intel!. Blatt der allgem. Lil. Zeitung,1792. Nr. 5.
Buchdruckersarbe s. Duchdruckerfchwarze.
Bucl>druckerkunfi. In der Geschichte dieser Kunst unter-scheidet ma» dccyerley Arten der Buchdruckerkunst, nämlichdie xylographische, die typographische und stc -reograpkische Biictidriickerkniist. Die xylographt,fch e Buchdruckerkunst besteht darinne, daß man die Sch istin hölzerne Tafeln cinscbnecket, die ma» dann mit Schnssr-ze überzieht, mit Pupier bedeckt und abdruckt; dieß ist dieälteste Art der Buchdrücke» kunst , die auch in Cb>»a. J<^pa» und Thibet noch jetzt im Gebrauche ist Die kyp 0 gr aphischc Buchdruckertuiist ist diejenige, bey welcher marsich einzelner Lettern oder Typen bedient, die man gehörstzusammensetzt und dann abdruckt- Eine kurze Zeit hinuin obrauchte man gcsch »ittene Lettern, aber bald »achhcund noch jetzt die gegossenen» Die stereograph-
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