Band 
[Zweyter Theil.]
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Duchdruckcrkunst. -9Z

von welcher letzter» sich sonst in München ein Exemplar be-fand , das aber nach Paris geschafft wurde. Die xylogra-phische Buchdruck.rruüst war aber kostspielig und äußerstmühsam , indem man dergleichen Holztafcln, wen» derDruck eine<? Buches geeudiget war, »un weiter zu nichtsbrauchen konnte, und alles, was man auf diese Art druckenwollte, erst ii> neue Holztafcln einschneide» mußte. AllenDiesen Unbequemlichkeiten wurde aber durch die von denDeutschen erfundene typographische Buchdruckerkunstabgeholfen. Drey Städte stritte» um die Ehre dieser Er-findung, nämlich Haarlcm, Sttaßburg und Maynz. DieHaarlcmcc wollten diese Ersiyduiig ihrem Bürger, deinLaurens Janözoon oder Lorenz Jynßon, dccKüster und Schöppe in Haarlcm war, und dasFormschnci-Den verstand, beylegen, und welcher durch Langeweile, daer beym Spazierengehen Buchstaben in Baumrindenschnitt, auf die Idee der Buchdruckeckunst geleitet wordenseyn soll. Man wollte behaupten, daßLor«nz IanßonCoster schon im Jahre i4zo die Kunst erfunden gehabt ha-be, die Schrift in Holztafcln einzuschneidcn, und von die-sen Tafeln ganze Bücher abzudrucken, doch so , daß dieBlätter nur auf einer Seite bedruckt wurden. Für Haar-lein und Ianßon Costecn erklärten sich besonders Jo-hann Badius Ascensius, der i» der Vorrede zu Oc-cEock O/V//0Z-. 1494. sagt : „Lx quo ilivinL i'nprimemli faculta«joventa, uut, ut verius clicam, in meliorem lormam rcvo-rrta eil, etc." Den Haiiptbewcisffür Haarlein und Co-ster n hat man aber aus //§</,-. ^»,7» Lnear-r-r, 1652. 12.p. 429 genommen; er ist aber aus unsicheren späteren Zeug-nisse» zusammengesetzt. Unter den »eueren Gelehrten hat be-sonders Ger. Meer mann in den

1765. 4. und Boxhorn für Haarlcm und Costerngestritten, denen sich aber von Heinecke in den Nach-richten von Künstlern nnd Kunstfachen. Th. ll.S. 241. folg. vergl. S. 96. folg. und in den NeuenNachrichten, S. 218 folg. wie auch Aem. Reif inT Z dem