Buchdruckerkunst.. s§z
den kebensumstäuden Guttenbergs läßt sich mit größ-ter Wahrscheinlichkeit folgendes erweisen: Johann vonSulgcloch oder Johann von Sorgcnloch, vonden beyden Häusern zum Mänsfleisch und zum Gudenberg,die seine Familie inMayn; besaß, auch Johann Gäns-fleisch und Johann Gudenberg oderGuttenberg,in den Urku-den aber Henne Gäiisfbeisch genannt,Ivac aus cincnt sehr alten Mittclrheinischen Stifts - undRittcrmäßlgcn Geschlechte aus Maynz , wo er. nicht 1400,wie Oberlin in seinem vermuthet, son-
der schon iZ97 geboren wurde, und den Friele (Frie-drich) Gänsflcisch der 1450 starb, zum Vater halte;
a. a. D. I 0 h a n n Gut-tenbccg'war ein Mann von vielen Talenten und sehr er-finderischem Geiste, und begab sich gegen das Jahr 1420,als die Bürger in Maynz gegen den Adel aufstanden, vondem sie beleidiget zu seyn glaubten , nach Straßburg, woer sich mit Sleinschneidcn, Steinschleifer,, Spicgelpolircnund andern Künsten beschäftigte, und sich mit JohannRiffe, Andreas Hcilmann und Andreas Drr-Hchcii in der Absicht verband , geheime Künste zu treibenund neue Erfindungen zu machen. Damals druckte manbereits Holzschnitte mit Schrift und ganze Bücher von Holz-tafci», daher Guttenberg darauffiei, mit scine>». Ge-hülfen eine solche Druckercy in Straßburg, auf Koste» desAndceasDritzehen und Andreas Herlmann, indes erster,, Hause anzulegen.. 2 )ie ersten Bücher, welcheGuttenberg hier druckte, waren ^ l! e Tafeln oderBuchstaben, die er auf Holztafeln grub. Da es unbezwcr-felt ist, daß sichGultenberg seit 1424 in Srraßburgaufhielt, so ist es auch außer Streit, daß er seine crst-mVersuche mit der Buchdruckerkunst daselbst machte. ImJahre 14^5 mußte seine Druckercy bereits zu Stande undins Werk gerichtet seyn, wie der berühmte Prozeß vo!,!4z8beweiset, der das einzige Denkmal von GuttenbergKUnternehmung in Straßburg ist, und den uns SHöpfkiwL 4 i»