Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
297
JPEG-Download
 

Buchdruck rkunst. 297

anfangt ; f. e/c// l!c//rr»«r s^/r»e ieA^o/es-

/o^rco -/ II. L>/. I'rrefora. 1792. 8. Nachdem

Guttcnbcrg mehrte Versuche mit dem Abdrucken derBücher von Holztafe!» gemacht hakte, dachte er darübernach , ob es nicht möglich wäre , ein Buch zu drucken,wenn mau die Buchstaben alle einzeln von gleicher Größeschnitzte, gehörig an einander setzte und abdruckte, welchesden Vortheil verschaffen mußte, daß man nach dem Druckdie Buchstaben wieder anS einander nehmen und zu einemneuen Buche brauchen könnte; und so erfand er die bewegst«chen Lettern , welche der auszeichnende Charakter der jetzi-gen Buehdruckerkunst sind, oder die zweyte Art der Tuch.druckerstmst, welche die bisher festen, in Holz eingeschuitlc-«en Buchstaben in einzelne oder bewegliche Lettern verwan-delte. Daß Gutteuberg die beweglichen Lettern schdn inStraßburg erfand, darin« sind die meisten einstimmig; dochläßt sich das Jahr nicht mit Gewißheit bestimmen, in wel-chem er diese Erfindung machte. Die meisten nehmen an,daß Guttcnbcrg noch vor dem Jahre 1440 auf die Ideebeweglicher Type» gekommen sey (A llgcm. Lit. Zeitung,Jena. 1799. Nr. ;;6. p. 192. und Intel l- Blatt derAllgcm. Lit. Zeitung, izor.Nc. iyy.), dennimJah-re 1442 hatte man bereits abgesetzte Lettern; s. Forin-schncidekunst. Woraus Guttenberg die ersten be-weglichen Lettern schnitt, ist auch noch ungewiß. Da manbisher die Schrift in Holztaseln eingeschnitten hatte, so ist«s am wahrscheinlichsten , daß er sich anfangs auch zu denbeweglichen Lettern des Holzes bediente, weil dieses am leich-testen zu bearbeiten war; daher sind auch Meermann inLeu I /1. 24 — 28; Fischer in dem

angeführte» IM// und Dberliu

in dein LHbr ^

cL. IX. dep

Meynung, daß Guttenberg zuerst hölzerne beweglicheLettern geschnitten, tieft zusammengesetzt, an Faden gcrei-T 5 hek,