Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Buchdruckerkunst.

het, mit gewöhnlicher Schreibctintc bcstrichen und aufPa-Pier abgedruckt habe. Andere Sachverständige z.B- Denis(Büchcrkunde. Th. p. 9;. Nore >>.) und von Hei-ne ck e (N c u e N a ch r l ch t e n von K ü » st lc r n. S- 22z.),bezweifeln es aber, daß man hölzerne Buchstaben zum Bü-chcrdruck gcbrauchlhabe, und hallen es für wahrscheinlicher,daß sich Guttenberg bey den ersten Versuche» mit bewegli-chen Typen gleich der aus Bley, Zinn und andern» Meinstgeschnittenen Lettern bediente, die durch Wirbel zusammen-gehalten wurden. Don diesen geschnittenen, aber noch chn-förmlichci, Lettern haben sich auch einige bis auf die nettestenZeiten erhalten ^ /H/öer- a. a. O. Aus einer Ur-kunde l!l Schöpft in 's

1760. 4. X. II. S- 21; in welcher die Worte vorkommen:„so wäre auch an vil enden, do sie Bli (Bley) und anderes,das darzu gehöret, kauft hcttcu" will ina» schließen, daßGuttenbcrg sich schon damals dcö Bleyes bedient habe,um Lettern daraus zu gießen, oder wenigstens zu schneiden;es folgt aber keins von beyden nothwendig daraus , dennGuttenberg konnte auch daS Bley zu anderem Gebrau-che nöthig haben. Sartori und Ob erlin (s. dessen/>rch//c-. a. a. O.) sind der Meynung, daß manzuerst zu Straßburg mit geschnittenen beweglichenLettern oder typographisch gedruckt habe; wennman dieses so versteht, daß Guttenberg einzelne, kleineVersuche mit geschnittenen Letter» machte, so laßt sich nichtsdagegen einwenden; ob aber Guttenberg in Straßburgbereits ei» oder mehrere ganze Bücher auf diese Art gedruckthabe, das ist noch ein Zweifel. Wenigstens läßt sich keineinziges GtraßburgischcS Druckdcnkmal angeben, durch wel-ches sicher entschieden werden könnte, ob Guttrnberg inStraßburg mit beweglichen oder unbeweglichen Typen gerdruckt habe; denn waS Schöpft in für erste Produkte die-ser Stadt ausgicbt, halten andere für ungleich spätere, undganz wo anders hervorgebrachte Werke; Erlangec Ltt.Zeitung, i8oi. Nr. z. Man hält es daher für wahr»