Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
316
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Zl6 Duchbruckerkunst.

Herr Pros. Fischer in Mciyn; hat bis jetzt fünfTy-pengeschlechtcc aus Fust's und Schöffers Presse auf-gefunden, welche sich pptzkomme» von einander »nterschei-den lassen; er hat sie elassificirt, und diese Classen mit fol-genden passenden Benennungen bezeichnet: i) Missaltypcn,welches die ältesten Typen waren, 2) Bibeltypcn, z)Rotatypen, 4) Paulustypcn und 5) kleine Missaltypcn;auch führt er bey jeder Art die Bücher an, wo sie gebrauchtwurden, und wovon sie die Benennung erhielten- Alpha«bete zählt er achtzehn; Beschreibung typographi-scher Seltenheiten und merkwürdiger Hand-schriften, nebst Beyträgen zur Erfindungs-geschichte der Buchdruckerku »st. Zweyte Lie-ferung; von G. Fischer. Nürnberg, 1801. —Im Jahre 1467 brachten Arnold Pannarz und Con-rad Schweynhcim in Rom zuerst die Antiqua, d. i.eine Art lateinischer Buchdruckerschriften auf, welche inau frechtsstch ende n Buchstaben bestand; man nennt sieauch von dem Ort, wo sie erfunden wurden, Romani-sche Charaktere. Nicol Jenson bildete die Antiquawehr aus, und Günther Zeuncc führte sie in Deutsch-land ein. — A11 r 0 n Zar 0 ttuS aus Parma, der von1469 bis 1504 in Mayland druckte, goß sehr niedliche Ty-pen , und war der erste, der grieehische Typcn goß;

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Manutius gab den griechische» Lettern «ine besondereSchönheit. Egidills Gvurmont war der erste, derin Paris mit griechischen Lettern druckte; er lieferte im Jahr1507 den griechischen Hefiodus; Allgcm. Lit. Zei-tung, Jena. 180;. Nr. 281. Neuerlich haben B 0 d 0 -ni, Didot und Göschen die griechischen Lettern noch mehrverbessert; letzterer ließ damit im Jahr r8oz eine Pracht-ausgabe des neuen Testaments nach Griesbachs's Re-cension drucken. Aldus Pius Manutius, welcherden griechischen und lateinischen Lettern eine besondere Schön-heit