Buchdruckerkustsi. 317
heil gab, erfand um 1490 die liegende oder Cursiv,schrifl, die man nennt; I. A. Fabricii All-gern. Hist. der Gelehrf. 1752. 2. B- S- 891. Daserste nur solcher Cursivschrist gedruckte Buch ist die ersteAldi nische Ausgabe der Aeneis des Birg ils vomJahre 1501; Sulzers Tbeörie der schönen Kün-ste, mit Blankcnburgs Zusätzen, r. Th. S. zo.Dieser Aldus Pius Manurius macht, nebst seinenNachkommen, in der Geschichte der Buchdruckerkunst Epo-che, denn nach ihm sind die berühmten Aldinischen Ausga-ben benannt, welche mit dem Jahre 1494 anfangen, woAldus Pius Manutius in Venedig schon griechischeSchriften druckte. Als er 1519 starb, besorgte seinSchwiegersohn, Andreas Asulanus, seine Druckerey,und nach dem 1529 erfolgten Ableben des Asulan us lagdiese Druckercy vier Jahre; aber vom Jahre i;zz an über-nahm sie der älteste Sohn des Aldus, nämlich Paulus Ma-nutiuö, bis er 1561 nach Rom zog, wo er 1574 starb.Hierauf setzte sein Sohn, der jüngere Aldus, die Drucke-rei) bis an feinen -597 erfolgten Tod fort; Allgem. Lit.Zeitung, Jena. 180;. Nr. 281. Im Jahr 15)8 brach-te Johann Neudöcfer der ältere die rechten Maaßeder schönen und zierlichen Schriften im Deutschen und Latei-nischen hervor, welches auf die Verbesserung der Drucker-typen guten Einfluß hatte; Kleine Chronik Nürn-bergs. 1790. S- 62. Um eben diese Feit wurden auch die8 r 0 ßen Buch staben in den Druckereycn erfunden, wor-an es bisher noch gefehlt hatte; J.A. Fabricii Allg.Hist. der Gelehrs. 1754. z. B. S. 109. Nachher er«fanden Garamond, Grandion, Schwabach undandere eine große Anzahl neuer Arten der Lettern. Manbemühcte sich auch, die Druckerkypen unserer HandschriftoderCurrent schrift ähnlich zu machen. Gewöhnlich haltman diese Art der Lettern für eine Erfindung des PeterMoreau, der folgende Schrift damit druckte: