Buchdruckerschwarze. gz?
ckecschwärze auf die Lettern legt, das Papier darüber breitet,und zwey Togen auf einmal abdruckt Sie braucht nur ei-ne Stunde und den Beystand einer einzigen Person, um injeder Stunde über 2000 Togen zu drucken uno abzuwerfen,da bingegen auf den gewöhn.ichen Druckerprcstcn zwey Leu-te in einer Stunde nie über 250 Bogen abdrucken können;Frankfurter Staats- R1 strett 0, »797. 1; rlcsStücr- S- 677. Man bat auch eine Maschine, aufwelcher, vermittelst eines Drucktischcs und eines darüberhingehenden Oruckwagens, Tücher gedruckt werden können.Journal für Fabrik. April. 1797. S. 276.
Vuchdnickerschwärze ist eine schwarze Farbe, deren mansich zum Drucken der Tücher b dient. Anfangs druckt«Guttenberg mit Schreibetinte; dann bediente er sichdes Lawpcnrußcs, womit noch der Donat gedruckt wurde.Erst um 145«, oder noch etwas später , erfanden FaustnndSchöffcr die Buchdruckerschwarze, welche aus Kien»ruß und starkem Firniß bereuet wild; Ankipandora lll.1789. S- 4>o. 451. D»r Kaulmaun, Herr Neuen-Hahn der jüngere, in Nordbaustn, hat die >Ln'deckuiig ge-macht, daß der Flugiuß, weicher in jeder Fcueruugsan-sialt gewonnen wird, und bisher als unnütz betrachtet wur-de, statt des theuren Kicurnßes, zur Buchdrucke-stch» ärzebenutzt werden kann. Den ersten Versuch mit der neuenBuchdruckerschwarze aus Flugruß machte er bey einer klei-nen, auf diese Entdeckung sich beziehenden Scknfl von ei-nem Togen in klein Lctav, welche, im Beyseyn des HrrrnUniverstiäts'-Buchhändlers Keysec zu Erfurt, bey Hi-eran. Gradelmüllers Wittwe, unter folgendem Ti-tel gedruckt wurde: „Ueber ein neues Produkt,das ohne die geringsten Kosten gewonnenwird, u^d das vollkommen anstatt des im-mer theuker werdenden Kienrußes gebrauchtwerden kann. Don NeuenHahn dem Jüngern,Kaufmann in Nordhausei, u. s. w. Erfurt, 1795.B. Handb. d-Lrf. r. Th. 2. Mh. V