Lichtträger. i6z
hoben oder doch beträchtlich vermindert wird. CantonsVermche sind die genauesten. Ueber dar- »aule Hol; hatBoyle die meiste» Versuche im Ock. 1667 gemacht.
Was die künstlichen Phosphoren betrifft, so entdeckte umdas Jahr i6;o Vincenz Cascariolo, ei» Schuh,»a»chcr in Bologna, in der Nachbarschaft dieser Sradr amFuße des Berges Patern», eine» Stein, der i»> Dun-kel» durch seinen eignen Schein sichtbar ward, wenn er «ineZeitlang im Lichte gelegen halte. Vorzüglich stark leuchteteder Stein, wenn er fein zerstoßen, mit Wasser oder Leinöldurchknetet und calcinirt ward. Der Graf Marslgli,Galeari, Bcccaci und nach ihnen Zanolti unter-suchten die Erscheinungen dieses Steins genauer. Er wardsowohl vom Sonnenlichte als von Kerze» leuchtend. Za-notti urtheilte, daß dieser Stein sein eignes Licht ha«be, welches nur von außen her belebt werde.
Dieser Stein blieb fast ein halbes Jahrhundert hindurchder einzige bekannte Lichlsaugec oder Lichtmagnct, biS kurzvor l67> ein Aimmann zuGroßenhayn in Sachsen,Christ. Adolph Bald »in, zufälliger Weise entdeckte, daßdas Rnckblcibsel der Destillation einer Kceideauflösung inScheidcwasser ebenfalls Licht einsänge. Dieser Balduini-sche Pbvsphorus ist das aus Kalkerde und Salpetersäureentstehende Mittelsalz oder Kalksalpeter. Späterhin cnt-deckte Hombcrg eine ähnliche Eigenschaft an dem sirenSalmiak, oder der Verbindung der Kalkerdc mit der Salz-säure. Du Fay fand endlich eine große Anzahl Körper,welche die Eigenschaft, das Licht einzusaugen, durchs Cal-ciniren erhalten. Hierunter gehören die Austerschalen,talkartige Versteinerungen, der Gyps, Kalkstein und Mar-mor, sogar der gemeine Topas. Uni eben diese Zeit warddie leuchtende Eigenschaft der Diamanten wahrgenommen,Von Jacob Bartbol. Bcccari; und dieß veranlaßteibn zu mehrecn Versuchen über die phoephvreöcicendeoKörper.
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