umgekehrten Verhältnisse mit dem Raume stehe und zwar solange, bis die Luft viermal dichter ist, als in unserer Atino-sphäre, woraus er schloß, daß die höher» Luftschichten nichtso dicht seyn könnten, als die untern, und daß das Quecksilberim Barometer in eben dem Maße tiefer fallen müßte, al§man sich mit demselben hoher in der Luft befände. Amoton entdeckte den Einfluß der Wärme auf dieLuft und lehrte,Laß die Höhe einer Luftsäule, unter bestimmten Druck, inrumgekehrten Verhältniß der Wärme stehe. S- Halle Ma-gie III. S. 49 Z- 494 . Dr. Priest ley fand die Aus-dehnung der Lust durch die Wärme weil beträchtlicher alsalle seine Vorgänger, so daß diese große Abweichung vonallen bisherigen Erfahrungen den Herrn de Morvean be-wog. durch Herrn Duvernois genauere Versuche überdie Ausdehnbarkeit der Luft und der Gasacten durch dieWärme anstellen zu lassen, deren Resultat« lehrten, daß dieZunahm« des LuftvolumenS keineswegs gleichförmig sey,sondern die Ausdehnbarkeit der Luft mit steigender Wärmewachse. Gehlers physikal. Wörtecb. V. B. Sup-plement. Leipz. 179?. S. 557 « 558 . Dr. Priestleyfand 1774, daß die durch das Athmen verdcsbte Luft derje«mgen ganz ähnlich sey, in welcher Dünger gefault ist, unddaß die durch Athmen oder durch Fäuluiß eines in ihr gele-genen Körpers verderbte Luft einerley schädliche Wirkungenauf diejenigen Thiere äußere, welche man nöthigt, die eineoder die andere Luft mit dem Athem einzuziehen. Die Thieresterben in diesem Falle sehr plötzlich, und weder die Zeitfür sich allein, noch Hitze, Verdünnung oder Vcrdickung,Dünste, welche sonst der Fäulniß entgegen sind und sie ab-halten oder gleichsam vernichten, sind im Stande, derglci«chen verderbte Luft zum Athmen wieder brauchbar zu machen.Grünende Pflanzen befinden sich nicht nur in Lust, die durchAthmen eines Thieros, oder durch Fäulniß gänzlich verdor-ben worden ist, ungcmein wohl, und wachsen darin sehr be-quem sock; sondern eben durch ihr Wachsthum in dieserLuft verbessern sie alle jene fehlerhaften Eigenschaften derselben
und