222
Luftmesser. — Luftpumpe.
durch ihren Druck das Grubenwaffer aus dem untern Kesselauf den Atollen. In Nicholsoiis /oree-nert Vol. 4.jr. 177. findet man eine durch eine Zeichnung erläuterte Ideevon rgoswell, wie diese Maschine einzurichten wäre, da»mit sie ihre Steuerung selbst verrichtete und keinen Men-schen zum Drehen der Hähne bedürfte. Eine Beschreibungderselben findet man in Gilbcrks Annalen der Phy-sik. 1804. i2tcs Stück. S. 412 folg.
Luftmesser; s. Manometer.
Lustmeßkllnst; s. Aerometrie.
Lufiperspective; s. Perspektive - Kunst.
Luftpistole ist eine Ei findung des Herrn von Dolta.
Luflprobe; s. Ludio Nieter.
Luftpumpe ist ein physikalisches Werkzeug, womit man dieLust in einem eingeschlossenen Raume sehr verdünnen, aberauch stark zusammen drücken und hierdurch sowohl dieSchwere, als auch die Elasticität der Luft überzeugenddarchun kann.
Galiläi und T 0 rieelli hatten schon bewiesen, daßsich luftleere Räume hervorbringen ließen (s. Barometer),wozu sich auch die Mitglieder der Akademie zu Floren; dertoric-llischen Röhre bedienten. Um mehr Raum zu erhal-ten, bliesen sie das verschlossene Ende der Röhre in Ge-stalt einer Phiole oder Kugel auf, die man oben öffnenkonnte, um Körper von ewiger Größe htncinbrlngen zukönnen; dann verschlossen sie die Kugel wieder, füllte,1 allesmit Quecksilber a» und brachten das untere offene Ende in«in tzftfäß mit Quecksilber, worauf das Quecksilber in betRühr« iiiederzank und oben einen luftleeren Raum ließ.
Eine weit bequemere Maschine zur Verdünnung der Luftin verschlossenen Gefäßen erfand der kurbrandenburgischeRäch und Kmgemcister in Magdeburg, Otto von Guc«ricke, um das Jahr 1652, womit er im Jabr 1654 aufdem Reichstage zu Regensbu'g, vor dem Kaiser Fer-dinand Hl, dessen Sohne, dem römischen König, Ferrdinand IV-, mehreren Kurfürsten und andern Rcicbö-
stänvrn