3«4 Magazanbohne. Magqzin.
Magazcmtohne ist eine große Gartenbohne, die die Englän-der vorzüglich schätze» vnd wurde aus einer portugiesischenKolonie, an der afrikanischen Küste, gleich an der Meeren-ge von Gibraltar gebracht. Beckmanns Grundsätzeder deutschen Landwirthsch. I. Th. S. 2gs.
Magazin ist eilt« Vorrichtung zur Ausbewahrung der Lebens»Mittel, der Kriegsbedürfnisse und anderer Dinge. Die älte-ste Spur von Magazinen findet sich in Aegypkcn, wo Pha-rao auf Josephs Anrathcn Kornhäuser errichten und Ge-rraide aufschütten ließ. i. Mos 41, ;5 u. 49. Die er.sten Korn-Magazine der Gallier waren Löcher, unterder Erde gcniachk, dahin sie ihre Erndke in Fcicdenszcilcnbrachten, theils um sie da aufzubehalten, theils sie auchbey Kriegszciien vor dem Nachstellen der Feinde zu sichern.Diese Löcher wurden dann, nachdem man ihnen den Vor»rath anvertraut hatte, sehr künstlich wieder zugemacht undmit Rasen belegt, daher sie auch stets sehr schwer auszuspä-hen waren. Dieser alte Gebrauch ist noch in einigen Pro-vinzen Frankreichs sehr üblich. Versuch einer Kultur-geschichte von denältesten bis zu den neuestenZeiten. Frankfurt und Leipzig. 1798. S. 4.
Als Karl V. in Italien viel Volk einbüßte, fiel er dar-auf, Magazine zu errichten, um diesem Uebel vorzubeugen-Das erste Magazin ließ er 1546 zu Regenöburz zu dem be-vorstehenden Schmalkaldischen Kriege errichten und darinGetreide und Fütterung aller Art zusammenführen. Zugleichtraf er die Einrichtung, daß sich beständig goo Feldbäckc'cmit den erforderlichen Handmühlen und Backöfen, nebst9000 Säcken Getreide bey der Armee befanden. Karl V.legte dadurch den Grund zu einer Einrichtung, durch die al-lein es in der Folge möglich ward, mit großen Armeen imfeindlichen Lande vorzudringen. Hoyer Geschichte derKriegskunst. Bd. I. S. 202.
Herr Mohn schlug der Hamburgischcn Gesellschaft zurBeförderung der Künste und Gewerbe, die eine Preisfrage
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