Magnetnadel. 337
magnetischen Meridian, und läßt sie schwingen; je schnel.ler die Schwingungen geschehen, desto beträchtlicher ist diemagnetische Kraft. Coulomb gab die Regel an, nachwelcher sich diese Kraft aus der Zahl der Schwingungen be-rechnen läßt. VoigtS Magazin Bd. VIII. St. 5.S. ;6z. Eine andere Art der Aufhängung von größer»Nadeln, welche zur Beobachtung der Abweichung best,„mitwaren, beschreibt Cassini im /orr?-/reft fte1792. p. Z44., und behauptet, es sey nicht möglich, denMagnetnadeln eine freyere Aufhängung zu geben.
Die Herren Coulomb und van Swinden er-hielten 1777 einen Preis über die bessere Einrichtung derMagnetnadeln. Coulomb nahm eine Buchse, derenWände sämtlich hermetisch verschlossen waren, in den De-ckel der Büchse machte er eine Zwinge, in der ein 15 — 20Zoll langer Faden bicnz, an dessen Ende die Nadel schweb-te. Ueber dem Ende der Nadel ist eine Oeffnung, in wel-cher ein Glas ist, um die Veränderungen beobachten zukönnen. Außerhalb an der Spitze der Nadel ist ei» Mi-krometer angebracht. Lichte nbcrg Magazin Bd.II. St. 4« S. lo. 1784. Die Einrichtung dieser Nadelhak Cassini verbessert, s. oben u. Gehler Sup-plem. V. Td. S. 6iz. u. 614.
Eine Magnetnadel, die nicht von Sauren angegriffenwird, sich auch nicht nach einem nahe dabey liegenden Eisenrichtet und sich dennoch orientirt, erfand der Graf Milly.Halle Magie II. S. l>o. Jacobson technol.Wvrterb. fortges. von Nosenrhal. Bd. VI.S. 500.
Künstliche Magneten mit drey Polen oder Nadeln,an denen beyde Enden einerley Polarität zeigen, sind schonlange bekannt gewesen. Hambcrger s.
LVe„rc?rter ssenae 17^5, nannte daS die Po-
larität der Magnetnadel; dir Zndifferenzpunkte derselben
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