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Malerkunst.
Person so kenntlich ab, daß Ptolemäus gleich aus denersten Zügen erkannte, daß es der Kammerdiener Planusgewesen war, der den Apclles cingciuden hatte. Einstmalte Apclles den einäugigen Airtigonus; um nunden Fehler dieses Mannes zu verdecke», malte er ihn von derSeite dcS Gesichts, wo das gute Auge war. Man hathieraus beweisen wollen, daß Apellcs das Profil oderden Schattenabriß erfunden habe. Daß Apellcs, wieEchion, Nicomachus und Prologen es versichern,der erste gewesen sey, der Schatten und Licht auf den Ge-mälden angebracht habe, ist nicht glaublich; daß er aber indieser Kunst der vorzüglichste mitcc den griechischen Malernwar, ist wahrscheinlicher. Zu seiner Zeit wurde ein Wett-streit gehalten, wer unter den Malern das schönste Pferdmalen würde. Um nun zu erfahren, welches unter alle» dasnatürlichste wäre, führte man lebendige Pferde herbey undstellte ihnen die Gemälde vor, da denn die lebendigen Pferdebey dem Anblick des vorn Apellcs gemalten Pferdes zumWiehern gebracht wurden, welches bey der Vorstellung derandern gemalten Pferde nicht geschehen war, daher ApeltIe 6 den Preis erhielt, THrrar. VIII. cup. z.
Das Meisterstück des Apellcs war eine Venus, wie sieaus dem Meere stieg. lVr>r. I^ib. z,. iv. Ovrckr'ieLcke V,ib. IV. I. v. Ly. Einst reiste er nach
Rhoris, um den Maler Prvtogcnes zu besuchen, undda er'lb» nickt zu Heilste traf, zog er aus freyer Hand auf«ine im Zimmer stehende Tafel Mit dem Pinsel eine so geradeund subtile Linie, daß Protogencs, als er nach Hausekam, daran die Anwesenheit des Apclles erkannte. Pro-to genes zog in diese Linie mit einer andern Farbe eine »ochfeinere Linie. Als ApcllcS zum zweyten Male kam, traferden ProtogencS wieder nicht zu Hause, erstaunte aberbeym Anblick der feinen Linie, die ProrogencS in diescmige gezogen hatte, und, um sich nicht ribcrkroffc» zu se-hen, zog Apclles mir einer dritten Farbe eine noch feinereLinie, welche die beyden vorigen in der Mitte theilte. Als
Pro-