Malcrkunst. 379
Protogenes dieses sahe, fübltc er sich überwunden, suchteden Apelles auf Und bewirthete ihn. Hiib. c.
rz. Apelles schrieb auch eine vollständige, in drey Büchergetheilte Abhandlung über die Malcrkunst, die er dein Per«seuS zueignete; sie gieng aber verloren.
Protogenes aus der Insel Rhodus, des ApellesZitgenoss, strich aus Armuth anfangs nur Schiffe mitFarben an und malte nachher gemeine Gegenstände und Por-traile, wodurch er IN großen Ruf kam. Sein schönstes Ge-mälde war der Jäger Jalyssus, an dem er sieben Jahremalte. Allgem. Künstler Lexicon, 176z. S« 658.
Pausias vonSycion, ein Sohn des Malers Brie-fes und Schüler des Pamphilus, erfand die Fresko»Malcrcy, da man mit Wasserfarben, damit sie besser ein-dringe» möchten, auf nassen Kalk malte, ^krn. 1 , 1 b. zz.csj,. n.
Der Egyptiec Antiphilus, der bey dem griechischenMaler Cresideinus lernte und mit dem Apelles lebte,gab durch eine gewisse Figur, die er in lächerlicher Kleidungvorstellte und seinen Gryllon nannte, zu der seltsamen Artvon Gemälden Gelegenheit, die man Gryllen nennt.I. A- Fabricii allgem. Hist. der Gelehrsamk.1752. Bd. II. S. i2). Allgem« Künstler-Lexicon,Zürch 176z. S. t>58.
Aristides von Theben, der noch mit Apelles, inder i uten Olympiade, lebte, erfand die Kunst, Gemäldeauf Glas zu brennen, 11 b. zz-, eap. n., brachte eSin Führung des Pinsels zu großer Vollkommenheit, beobach-tete die Symmetrie genauer, als seine Vorgänger, undwacder erste, der alle Leidenschaften und Affekte des Gemüthsauf den Gesichtern ausdrücken konnte. Er malte die Plün-derung einer Stadt, bey welcher man ein Frauenzimmer sah,an deren Brust, die eben mit einem Dolch durchstochen wor-den war, ein Kind sog. Hier drückte Aristides die Un-ruhe