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Malerkunst.
akademie zu Neapel, Herrn Wilhelm Tischbein, inein prächtiges Kupferwerk bringen, wovon seit dem Jahre1791 drey Bände in Royalfolio erschienen sind, und einvierter noch zu erwarten ist. Jeder Band enthält üo Kup.fertafeln außer verschiedenen nicht dazu gerechneten Ecläute»rungskupfecn. Die Umrisse der Figuren haben dieselbeGröße, in welcher man sie auf den Vasen selbst sieht, undsind mit außerordentlicher Treue und Genauigkeit gearbei-tet. Indessen kostet jeder Band vier Loutsd'oc, und dieserPreis erschwert deutschen Künstlern den Besitz dieses schätz-baren Werkes. Auch würde es ihnen ohne Kommentarnicht verständlich sey». Hainilton hat nun zwar jedemBlatte eine oft scharfsinnige, oft aber auch zweifelhafteMuthmaßung beygefügt, worauf das Bild anspielen, waS«S bedeuten könne, wobey ihm sein Freund, Herr vonJtalinski, bchülflich gewesen ist; aber dieser Text istenglisch und blos mit einer mittelmäßigen französischen Ue»bersetzung verbunden, also deutschen Künstlern unverständ-lich. Auch gesteht Hamilton selbst, daß es ihm gar nichtum Erklärung zu thun gewesen sey; diese konnte ein Oeut-scher mit mehrerer Befriedigung des Publikums liefern»Herr Tischbein verstand sich nun zu der Aufopferung,einige lvo Exemplare der frühesten und schönsten Abdrückeder ganzen Auflage für Oentschland um einen billigen Preisabzulassen, und der verdiente Herr Oberconsistorial« RathDöttiger übernahm nicht nur die Redaktion des ganzenWerks, sondern auch die AuSarbeitung eines ganz neuen,der Wichtigkeit dieser Antiken angemessenen, und für Ge-lehrte sowohl, als für Künstler sehr lehrreichen Commen-tarS. DaS Industrie - Comptoir zu Weimar hat bereits denersten von diesen ostrakogrnphischen Heften auf derLeipziger Jubilate-Messe unter dem Titel geliefert: Grie-chische Vascngcmälde mit archäologischen undartistischen Erläuterungen. Erster Heft, gr. 8.nebst einer Kupfertafcl, die eine Ansicht ei-nes Nolanischen Grabes giebt, wo derglei-chen