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Malerschule.
daher auch etwas Gemeinschaftliches in ihrem Charakter ha-ben. 'Man nimmt es aber mit der Bedeutung des Wortesso aar genau nicht; denn sonst könnte man nicht von einerdeutschen Schule sprechen. Im enger» und bestimmte»Verstände bedeutet Malenchulc eine Anzahl oder Folge vonMalern eines Landes, die sich daselbst nach einerley Mei-ster gebildet haben und nach seinen Grundsätzen arbeiten.Man zählt bald mehr, bald weniger Schulen, je nachdemman genau seyn will. Sonst nahm man fünf Malerschu-lcn an; der Chevalier von Jaucourl zählt deren acht,indem er die römische von der florcntinische», die niederlän-dische von der deutschen und holländischen unterschied. DerGraf von Tessin aber hat sie in ; zusamiiicnaefaßt,nämlich in die römische, niederländische und französische,und diese genau charaktcrisirt. Wir folgen der Eintheilungdes Jaucourt.
Die Griechen hatten drey Malerschulen: von Sy-cion, Rhodis und Athen.
Die erste Malerschule aber, die hier in Betrach«tung kömmt, ist die Florentinische, welche für die äl-teste gehalten wird; sie zeichnete sich durch Richtigkeit,Kühnheit und Annehmlichkeit des Pinsels, wie auch durchWerke von einer fruchtbaren und feurigen Einbildungskraftaus. Man theilt sie in die ältere und neuere florcntliiischeSchule ab. Die ältere soll durch einige nach Florenz beru-fene griechische Maler und durch ihren Schüler JohannCimabue (geb. 1240, -j- izoo) gestiftet worden seyn;er malte mit mehr Grazie und einem der Naiur gemäßemColorit, als s.ine Lehrer. Zu dieser Schule zieht Fiortl-l o alle in Toscana geborne Küüstlce. Der letzte von dieserSchule und zugleich einer von den Stiftern der neuern flo*rentlnischen Schule war Lee »hacd da Vinci, der beyAndreas Vcrrochio lernte und nach einigen 1445 ge-boren wurde und i>2o starb, nach andern aber 1467 zurWelt kam und 1542 stach, am sichersten aber zwischen
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