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Achter Theil, die Buchstaben L und M enthaltend.
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409
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Malcrschule. 409

144z und' r,k8 zu fetze:, ist; der andere Stifter der neuerenflorenlinischen Schule war Michel Angelo Buona-rolti, der im Schlosse Ciprese im Florenlinischen1474 geboren wurde, bey Ghirlandajo lernte und1564 in Rom starb. Beyde waren zugleich Bildhauer undBaumeister und brachten ihren Schülern Geschmack an ei-ner dreisten kräftigen Zeichnung bey. — BalrhasacPcruzzi war 1500 zu Slcna geboren, und starb15Z6. — Merkwürdig sind auch: Ludwig Cardi,Johann Manozzi und Mathias Rosellz (gebo-ren 1578, gestorben 1660.) Alexander Filipepi,auch Botticelli genannt, (geb. zu Florenz 14z/. gest.Isis.) Supplcm. zum Archiv nützlicher Erfin-d u n g e n rc. von s>I. Job. Christ. V 0 llbedi 11 g. Leip-zig. 1795. S. iZ7- Die Berfasser der malerischenReisen durch Italien fällen von dieser Schule folgen-des gründliche Urtheil: „Die ältere fiorcnlinischc Schulehat eine Menge Maler gehabt, die nicht zu verachte» sind,wiewokl wenige davon einen großen Grad des Ruhms erhal«ten haben. Die Kirchen von Florenz sind voll ihrer Arbei-ten, die alle von einer Hand gemacht scheinen. — DieFarbe ist grau und schwach; die Zeichnung hat etwas Gro-ßes, ist aber mit einer Manier verbunden, in dem Ge-schmack des M. Angelo. — Die Figuren haben in ih-ren Wendungen etwas so gedrehtes, daß man sie für un-möglich halten möchte. Große übertriebene Umrisse, wel-che von verrenkten und verdrehten Gliedern herzukomme»scheinen; ein übertriebener Reitz, darin in der That etwasGroßes, aber aus einer erdichteten Natur ist. Gute Colo-risten findet man da nicht; die Schule bat ihren meistenRuhm von den Bildhauern bekomme». Man hat sich dar-in fast einzig um die Zeichnung bekümmert, und um einegewisse Größe der Formen, die aber leicht in eine gewisseManier ausartet." Don den florentiinschen Künstlernkann man also einen der wichtigsten Theile der Kunst lernen,das Große in den Formen und in der Zusammensetzung,

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