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Mangold.
S. 454-, woraus vermuthlich i» der Folgt Beiße,Beiß kohl entstanden ist. Der Name römischerKohl ist neuer und von den Franzosen zu uns übergegan-gen , welche cke Do//zörr/-cket-
, te>k etc. in ihren ältern Schriften anführen. NächstFrankreich wurde der -Mangold besonders in der Schweizkulttvirt. Nagor nennt schon weißen, rothen undschwarzen Mangold, von welchen der Letztere (wahr-scheinlich /Zetrr ?,re7?-rdr,era, ), in der Schweiz
nicht bekannt sey, und nur der weiße angebauet werde,den er in den gemeinen und den großen breiten eintheilt.Man ließ den Mangold mehrere Jahre in der Erde ste-hen, um die Blätter davon zu benutzen; aber von demGebrauche der Wurzeln wußte man immer noch nichts.Der weiße Mangold kam aus der Schweiz zu unS, unddaher der Name Schweizecmangold (Letrr 7/rarcr'z/irr ke/-vetrcer. Loer/inr).). Die Kultur und der Gebrauchder Wurzeln des Mangolds zu Viehfutter ist in Englandzuerst betrieben worden, und sie nannten selbige Turnips.In der Folge, da die Runkeln in Deutschland schon be-kannt waren, ließ man sich erst von den berühmtenTurnips Saamen kommen »nd fand — unsere Runkel.Zn Deutschland kultivirken zuerst die /emsigen Wiedertäu-fer in den Rottländern der Pfalz den Mangold der Wur-zel wcgcy, und-nannten die letztere Runkel; ihrcSgroßen Nutzens halber verbreitete der Anbau derselbe» sichbald in die angrenzenden Länder, Am Rhein erhielt dieWurzel den Name» Raunsche, (s. RegenSburgergelehrte Nachrichten) — in Franken Rangers.Zu Rclchardt's Zeilen wußte man von der Runkel inThüringen noch nichts- Als eigentliches Vaterland desMangold giebt man Portugal an, wo sie am Flusse Tajowild wachsen sosten. Allgemeines deutsches Gar-te nmagaz in. Fünften Jahrgangs iileS Stück«November, 1808 - S. 428 .
Man-