Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Sackrchren,

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toncourt befindet, und noch erträglich gangbar ist; aberneuerlich hat man gemeldet, daß sich in England Sack-uhren von den Jahren 1540 und 1541 finden. Hieraussieht man, daß sie nicht in England erfunden wurden,daß es aber auch falsch ist, wenn man behauptet, dieTaschenuhren wären erst 1577 aus Deutschland nachEngland gekommen. ^

Aus einem Sonnet des Gasparo Visconte oderCaspar Vicccomes, der zu Ende des rztcn Jahr-hunderts lebte, wollte Hamberger schließen, daß dieTaschenuhren schon im igtenJahrhundcrtbekanntgewesenwären; aber diese Uhren, deren Caspar Vicccomesin seinem Sonnet gedenkt, waren keine Taschenuhren,sondern astronomische Tischuhren, die keine Stunden an-zeigten.

Der wahre Erfinder der Sackuhren ist Peter Hele,ein Uhrmacher zu Nürnberg, der nach 1540 starb. Ermachte diese Erfindung kurz nach dem Jahr 1500 *oder, wie Andere wollen, im Jahr 1510 ^ SeineSackuhren hatte» noch Saiten statt der Ketten, wa-ren aber so geschickt von Eisen oder Stahl verfertiget,daß sie auch die Stunden durch eine Glocke anzeigten. ^Der berühmte Rabelais nennt die Taschenuhren, inseinem Pontagruel, Nürnbergische Eyerlein, aus welcherBenennung erhellet, daß die Erfindung der Sackuhrenvon je her den Nürnbergern zugeschrieben wurde. Einesolche cyförmige Uhr gieng 40 Stunden,

Aus diesen Zeugnissen kann man leicht abnehmen , wieirrig es ist, wenn man die Erfindung der Sackuhren ei-nem Straßburger Mathematiker, Jsaac Habrecht,zuschreiben will, der erst hundert Jahre spater lebte.

In der Folge hat man die Taschenuhren sehr klein ver-fertiget. Schon Kayser Karl V. hatte eine Uhr mitZeiger und Glocke in einem Fingerringe. ? In der

Gothai-