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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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109
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Säulenordnung. 109

einem Postament stehen und über sich ein Hauptgesimsetragen.

Nach Sturms Muthmaßung sind anfänglich nurzwey Ordnungen gewesen, davon Salomo die schönstean dem Tempel und die andere an seinem Palast ge«brauchte. Die erste sollen sich nachher die Corinthier unddie zweyte die Doricr zugeeignet haben. Hierauf sollSalomo selbst zwischen diesen beyden Ordnungen nocheine mittlere erfunden haben, die er an dem Palast seinerGemahlin anbrachte, und die sich in der Folge die Ionierzueigneten. Dieses Alles kann aber nicht erwiesenwerden.

Andere leiten den Ursprung der Säulen davon ab,daß die ersten Erbauer der Wohnungen von geraden Bäu-men langeStücke abschnitten, sie aufrichteten, dasDachdarauf legten, und in dieZwischenfacher Wände einzogen;weil aber solche aufgerichtete Baume von dem Wetter undMaster unten und oben am ersten beschädiget wurden; sohat man sie erst mit Platten versehen, hernach von un-ten immer mehr erhoben, von oben aber besser bedeckt,bis endlich eine Saulenordnung daraus entstand, diedurch die Länge der Zeit immer besser ausgebildctwurdc. *

Andere leiten die Säulenorduungen von steinernenPfeilern ab, womit die unterirdischen Tempel in Indienunterstützt warey und glauben, daß die höhere Baukunstin dem Indien diesseits des Ganges ihren Anfang ge-nommen habe. Man findet nämlich bey den Indianernunterirdische düstere Tempel, deren Decke durch mehrereReihen künstlich ausgehauener Pfeiler unterstützt wurde,welche Pfeiler man für die Grundlage der Saulenord-riungen halt. Von den Indianern kam diese Kunst zuden Egvptiern, die mit indianischen Waaren handeltenund deren Helden auch Züge nach Indien thaten; daherkonnten die Egyptier Kenntniß von der indianischen Ban-urt erhalten, und die Tempel der Egyptier hatten auch viel

Aehn-