Säulenordnung.
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Acbnlichkeit mit denen der Indianer. Der egyptischeSaulenstamm war, um mehr Durchsicht zu gewinnen,bis auf den Baden abgerundet und hakte also kein Fußgc-stelle. Der Architrav war höher, als bey den indiani-schen Säulen. Die Egyptier erfanden ferner die Profilezu einigen erhabenen Gliedern, sie verbesserten denKnauf, der sich vom Saulenstamm an bis unter denArchitrav ausbreitete; auch führten sie zuerst die Verzie-rungen aus dem Pflanzenreiche in dcr Baukunst.ein.
Die Jsraelitcn hatten zu Moses Zeit auch schon Kennt-niß von künstlichen Säulen, wie aus 2. Mose 26, Z2.Kap. 27, 17. erhellet; sie konnten diese Kenntniß vonden Egyptiern haben.
Etwas später als in Egyptcn kam die Baukunst zuden Babploniern. Die Säulen der Babylonier sind sehrhoch, reich verziert, der Säulenfuß ist nach einer Glo-ckenlinie gestaltet, mit Blättern umgeben; der Sraminist mit schmalen Krinnen beharren und verlieret sich obenin einen Blumenkelch, auf dem ein runder Aufsatz undüber diesem eine Art von Stuhl ruht, auf dem ein Ka-meel liegt, dessen Rücken vermuthlich das Dach des Ge-bäudes trug. 2
Die Griechen hatten vier Säulcnordnungen, die Do-rische, Ionische, Eorinthische und Tvscanische Die er-sten drey wurden in Griechenland, die letztere! aber inItalien, doch vielleicht von einem griechischen Künstler,erfunden.
Die älteste unter den griechischen Säulenordnungen istdie Dorische, aber dem Range oder der Schönheit nachist sie die zweyte. Die Säule dieser Ordnung war kegel-förmig. ^ ihr Kapital hatte weder Blatter noch Schnör-kel, aber einen Frieß mit Triglypdcn. Nach dieser Ord-nung wurden die ältesten Tempel Griechenlands, dieältesten Palaste und öffentlichen Gebäude aufgeführt.Dorus, der IL22 Jahre vor Ch. G. als König über
Achaja