Säulenorduung.
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heit anweiset. Diese Säulenordnung, welche zierlicherals die ionische, aber schlechter als die römische undkorinthische ist, heißt die teutsche Ordnung, und bat amKapital eine Reihe Blatter, nebst sechzehn Schnecken.
Auch Wagner, ein Professor der Mathematik beyder Licgnitzer Nitterakademie, glaubte eine neue Sau«lenvrdnung erfunden zu haben, wovon er 172g zuLeipzig eine Probe herausgab; " seine Erfindung hataber kein Glück gemacht.
Säulen zu kuppeln, das heißt, sie so nahe an ein-ander zu setzen, daß sie sich mit ihren breitesten Theilenberühren, ist besonders bey den dorischen Säulen, we-gen ihrer Triglyphen, am schwercsten; aber Levn-hard Christoph Sturm hat zuerst gezeigt, wie die-ses bey den dorischen Säulen am süglichsten geschehenkann. 2°
Der Italiener Vignola erleichterte den Gebrauchder Ordnungen dadurch, daß er eine allgemeine Regelangab, die Theile der Säulen zu finden; das Poste-ment ist nämlich immer nach ihm */z und das Haupt-gesimse 1/4 der ganzen Säule. Theilt man also dieHöhe des Orts, wo die Säule hinkommen soll; in iygleiche Theile, so bekommt das Postcment 4, die Säule12 und das Hauptgesimse Z Theile. Will man keinPostement haben; so wird die Höhe des Orts nur inZ gleiche Theile getheilt, davon einer für daS Haupt-gesimse und vier für die Säule kommen. Palladiushat die Glieder am süglichsten mit einander zu ver-knüpfen gewußt und Scammozzi wird für den Mei-ster der Verhältnisse gehalten. Goldmann sah aufalles Dreycs zugleich, und behielt daher den Prsis, wieer denn auch überhaupt die Ordnungen mit nützlichenAnmerkungen verbessert und, durch die geschickte Aus-rechnung der verschiedenen, dorischen Gebälke, auf alle
mög-