Saffian. Sasior.
HS
Diarbekr und an mehreren Orten in Kleinasien'berei-tet wird. Auch in Europa hat man Versuche mit Be-reitung desselben angestellt. Der Graf von Maure-pas schickte, als er Minister des Seewesens war, imJahre i/zo den bekannten Grang er nach der Le-vante, um dort die Safftangerbcrey zu erlernen. Nachden von diesem eingeschickten Nachrichten ward imJahre 1749, zu St. Hippolyte in Oberelsaß, eineManufaktur angelegt, die 1765 große Freyheiten erhielt,nun aber wieder eingegangen ist, Bor verschiedenenJahren schickte auch die Londner Gesellschaft zur Auf-munterung der Künste in gleicher Absicht einen Armc-nianer, Namens Philippo, nach Kleinasien, nach des-sen Berichte man in London einige glückliche Versuchegemacht hat. In Leutschland hat Einer, Namens Bin -kebank, zu Halle eine Sassianmanufaktur angelegt,die gute Wagxe lieferte, aber wegen Seltenheit derZicqenfelle eingieng. Beckmanns Anleit. zur Tech-no!. 1787 S. 24Z.
Safler, Zafsera, ist eine halb metallische kobaltischeZubereitung von blaulichter Farbe. Die Mutter desSaflors ist also der Kobalt oder Kobolt, und zwar dersogenannte giftige Kobalt, den man durch Rösten vonfremden Mineralien, besonders von, Wißmuth und Ar-senik scheidet, alsdann pocht und nochmals röstet, her-nach pulvcrisirt und mit zwey - oder dreymal so vielpnlvcristrten Kieseln vermischt, dann mit Wasser an-feuchtet und in Tonnen einpackt, wo diese Mischungsteinhart wird, und nur mit eisernen Schlägeln heraus-gebracht werden kann. Zuweilen wird auch das ge-röstete Kobalterz ohne Vermischung mit dem Kieselschon eingegepackt und unter dem Namen Saflor ver-kauft. Der Saflot dient dazu, dem Glase, dem Por-kelsain und dem Sapphirflusse eine blaue Farbe zu ge-ben, und wird auch von den Emailmalern gebraucht. *
Roß-