Safran.
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Näßker, der 167z im 76sten Jahre seines AlterSstarb, giebt zu verstehen, ^ daß schon 150 Jahre vorseiner Zeit Kobalt gewonnen und als Saflor behandeltworden sey. Melzer ^ sagt, daß ein Franke, Pe-ter Weiden Hammer, dessen Name mit der Jah-reszahl 1520 in der großen Kirche zu Schneeberghinter der Kanzel im untern Fenster steht, durch Be-reitung einer Farbe aus den Wismnth - Graupen inSchneeberg reich geworden sey. Man meynt daher,daß man schon im Jahr 1500 in Sachsen den Kobaltin Saflor verwandelt habe. Dannuccio Birin-goccio nennt den Saflor Zaffera und beschreibt sei-nen Gebrauch zur Färbung des Glases. Auch Hiero-nymus Cardanus, der 1575 starb, nennt Zafferaeine Erde, die das Glas blau färbt. * Kunkel, derum 1702 starb, hat die Zaffera oder den Saflor zu-erst deutlich beschrieben. ^
1. Jacobson Technol. Wörterbuch, III. S- 48l. Jablo nS-kie Allgem. Lex. aller Künste und Wiff. 11. S. 1105.Leipzig 1767. 2. Hoer/er in speculo ni«t»IIurKiLs poü-ti-iimo. Dresden 170Ü. S. 165. 3. Melier in seinerLergkläu,tigen Beschreibung Schncebergs. S- 469. 4.Oaretern. <ie Ludtil. lib. 5. 5. KunkelS Glasmacher»kunst. Nürnberg 1743. S. 46.
Safran ist eine Zwiebelpflanze, von der es mehrere Ar-ten giebt. Der gewürzhaste Safran treibt Blumen,deren Kelch einen Büschel kleiner Fäden enthält, die manSafran nennt, und schon zu des Theophrasts undplinius Zeiten zur Arzney, zu Gewürzen und zur?arbe gebraucht wurden. Auch Galen und D i o sc o -rides beschreiben den Safran schon. Golius hältdis Wort Safran für ein ursprünglich persisches Wort,nie man denn auch Persien als das Vaterland dessel-bei angiebt. Die Araber nannten ihn Sahafaran, wor-«E das Wort Safran entstand. Man vermuthet, daß
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