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Schall.
Auch die Verstärkung des Schalles war den Alten be-kannt. Die Griechen wußten, daß der Schall verstärktwerde, wenn er mit Gewalt in eine enge Röhre getrie-ben wird, die einen weiten Ausgang hat; sie bedientensich daher eines solchen Instruments, um das Wild zuverscheuchen. Auch Sencca wußte dieses.
Eben so wenig war die Fortpflanzung des Schalles denAlten unbekannt. Schon Plinius wußte, daß mandie geringste Berührung an einem Balken wahrnehmenkönne, wenn man das Ohr an die entgegengesetzte Seitedesselben halte.
Einige haben die Bewegung, in welcher das Wesendes Schalles besteht, für ein Zittern aller kleinsten Theiledes schallenden Körpers ausgegeben. Dieses behaupte-ten schon Perrault, Carre, De la Hire undMusschenbroek. Neuerlich führt man noch dafür,daß bei tönenden Körpern nicht nur die Masse im Ganzen,sondern auch ihre einzelnen Bestandthcilchcn in einerschwingenden Bewegung sind, folgende Versuche an:man halte an eine tönende gläserne Glocke eine Metall-spitze, so bemerkt man zugleich einen feinen schwirrendenKlang. Man fülle eine sehr elastische metallene Schaalemit Wasser und schlage mit einem Hämmerchen an die-selbe, so wird über der Oberfläche des Wassers ein Nebelerzeugt. Herr Professor I. H. Voigt nahm einWeinglas, füllte es mit Wasser und fuhr mit dem Fin-ger auf dem Rande des Glases herum, um den Ton derHarmonika hervorzubringen; so bald der schneidendeTon sich hören ließ, erschien auch die Oberfläche desWassers ringsum vom Rande bis etwa zur Hälfte nachdem Mittelpunkt wie mit einem äußerst feinen Netz vonder Farbe eines etwas matt geschliffenen Glases bedeckt,und man konnte die ondulircndc Bewegung der Wasser-thcilchcn bemerken. ^ Hr. v. Gehler bestreitet aberdiese Meynung mit wichtigen Gründen und behauptet,
daß