Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
Seite
165
JPEG-Download
 

Schatten.

165

Erscheinung von der Erleuchtung der Atmosphäre her«rühre. Die grüne Farbe bey Buffons Beobachtungschreibt er einer zufälligen Beymi'schung gelber Strahlenoder einem gelblichen Anstriche der Mauer zu. DaSBlaue in dem Schatten werde aber merklich, sobald dieErleuchtung der angrenzenden Stellen schwach genugsey, wie bey einem niedrigen Stande der Sonne ge«schehe. Wenn das Sonnenlicht von einem gegenüberstehenden weißen Hause in's Zimmer geworfen wird, sokann man zu jeder Stunde des Tags blaue Schaltenerhalten, wenn nur am Orte des Versuchs ein Theildes blauen Himmels sichtbar ist und alles unnvthigeLicht entfernt wird. Dabey kann man sich überzeugen,daß die blaue Farbe an denjenigen Stellen des Schat-tens verschwindet, von welchen man keinen Theil deSblauen Himmels sehen kann. Inzwischen behauptetdoch ein neuerer Schriftsteller? aus vielen Versuchen,daß man Schatten von allerley Farben erhalten könne,so oft Gegenstände von mehr als einem Lichte erleuch-tet werden, und die mehreren Lichte eine bestimmte Pro-portion ihrer Starke gegen einander haben, daß alsodie blauen Schatten nicht von der Farbe deS Himmels,sondern von dem Verhältnisse der Lichtstärke herrühren.

Opoir hingegen leitet sie auS der Beugung desLichts her, welche die blauen und grünen Strahlen amstärksten ablenke. ^

Marat erklärte 1780 die gefärbten Schatten auSden Gesetzen seiner Perioptrik und der verschiedenenAblenkbarkeit heterogener Strahlen. ^

Halle erklärt die Entstehung der gefärbten Schat-ten durch eine Zurückprallung der Strahlen eines dop-pelten Lichts, n

1. /.eonaiäo äa IVslts äs Is keinlnre, en Italien st

«i> k'rsnxois L ?»»>- 165l. cli. 328. 2 Lxxeriment» no-V» «i« vscuo Lmstel. 1672. kol. x. 142. A. klein.