Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schauspiel.

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das Trauersvlel Oedipus hervor. Sophokles er-hielt nach dem Urtheile des Simon den Preis überden Aeschylus, daher dieser aus Verdruß nach Si-cilien gieng, Sophokles aber bemächtigte sich derSchaubühne und theilte sie mit dem Euripides»Sovho*l<-s brachte es in dem Trauerspiele weiter,als Aeschylus, und wußte, so wie auch Euripides,das Cho bey der ganzen Handlung wohl zu interes«siren. ^ Doch versuchte es Sophokles auch zu-weilen, daS Chor wegzulassen, welches er in dem vier-ten Auszüge seines Ajax that, wo der Ajax allein er-scheint.

Euripides, ein Schüler des Socrates, wurdeschon in seinem iZten Jahre ein Tragödienschreiber.Seine Hecuba und sein Hippolytus werden besondersgeschätzt. Er soll überhaupt hundert und etliche zwan-zig Schauspiele geschrieben haben, wovon ihm aberValkenaer l 6 ganz abspricht. Acht von seinen Stük-ken waren satyrisch, dir andern tragisch; von der er-sten Art haben wir noch eins, von der letztem aber ijjStücke übrig. EuripideS wurde gegen die 75.Olymviade geboren und starb 70 Jahre alt. Er über-traf an Ausdruck der Empfindungen, besonders trau-riger Empfindungen, alle seine Vorgänger.

Agathon von Athen, ein Schüler des Prodicusund Sokrates, wurde als tragischer und komischerDichter berühmt. Seine erste Tragödie erhielt denSiea, wofür er im vierten Jahre der yosten Olym-piade gekrönt wnrde. " Aristoteles " und An-dere behaupten, daß .er zuerst die tragischen Chöreeingeführt habe, welches aber in so fern widersprechendist, da das Trauerspiel aus den Chören entsprang.

Eben so widersprechend ist's, wenn Einige behaupten,daß Alcäus, der zu Athen lebte, und sein Vaterlandverleugnete, welches Mitylene war, die ersten Tragö-dien