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Schauspiel.
Lerres folgten, wo sich Aeschylus von Athen, derim Jahr der Welt Z4Y4 mit in der Schlacht bey Ma»rathon war und also 48Y Jahr vor Christi Geburtlebte, als der älteste griechische Tragödienschreiber, vondem noch etwas auf unsere Zeiten gekommen ist, her-vorthat. Fabricius hat allein von seinen verlorengegangenen Stücken 96 namhaft gemacht, aber siebenStücke von ihm sind noch auf unsere Zeiten gekommen.Aeschylus führte den ernsthaften tragischen Styl inden Schauspielen ein, und entzog du Mordthaten denAugen des Volks. " Er verbesserte den Bau unddie Auszierung der Schaubühne; vor seiner Zeit hatteman erst ein Theater von Baumreißern; nachher baueteman Hütten mit verschiedenen Abtheilungen; aberAeschylus ließ zuerst eine unbewegliche prächtigeSchaubühne bauen, die auf einem mäßig erhabenenGerüste stand. " Vitruv meldet im siebenten Bucheseiner Baukunst, daß es Agathargus war, der demAeschylus zuerst eine solche Schaubühne in Athenbauen mußte. Er erfand Dekorationen, ließ die wah-ren Oertcr der Scenen durch Gemälde und Maschinennachahmen, ließ Altare, Grabmäler, Gespenster, Fu-rien, denen er statt der Haare Schlangen gab, undTrompeten auf der Schaubühne erscheinen. Für dieAkteurs führte er Larven oder Masken, " lange schlep-pende Kleider und Halbsticfeln mit hohen Absätzen, dieman Cothurnen nannte, ein. Aristoteles sagt, daßer der Person des Lhespis noch eine beygefügt, daßer eine erste Rolle, Xo^ov» erfunden und
den Chor vermindert, nämlich von 50 Personen bisauf 15 herabgesetzt habe. " Letzteres mußte er aufBefehl der Obrigkeit thun, weil der zu große Pompbey der Vorstellung der Eumeniden eine zu starke Wir-kung auf die Gemüther gemacht hatte.
Noch zur Zeit des Aeschylus that sich Sopho-kles, ein Zeitgenosse desSokrates, besonders durch
das