Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schauspiel.

Folglich muß die Fabel der Komödie schon vor ihm dagewesen seyn oder die zu verspottenden Thorheiten muß,tcn schon vor ihm in Handlung gesetzt und also dieKomödie eine Art von Kunstwerk gewesen seyn. Daswissen wir gewiß, daß Cratinus zu Athen, der imistcn Jahr der Zysten Olympiade, in seinem y^stenJahre, zum neunten und letzten Male den Preis erhielt,zuerst die Namen gemeiner lebenden Menschen, aberAristophancs auch die Namen der Vornehmer» aufdie Bühne brachte.

Dieser Crati'nuS, sein Nachahmer Eupolis zuAthen, der in der zz. Olympiade lebte, und Aristo-pbau es thaten sich zuerst in der alten Komödie her-vor. Bom Cratinus sind nur noch einige Frag-mente übrig. Die ältesten ganzen Stücke griechischerKomödien, die auf unsere Zeiten gekommen sind, sindvom Aristopbanes, der Z50 Jahre vor C. G. lebte,und zur Zeit des Sokrates blühete. Unter den Ko-mödien, die von ibm auf unsere Zeiten gekommen sind,wird der Plutus für die beste gehalten. Die altereKomödie zeichnet sich durch Ausgelassenheit aus; Eu-polis, Cratinus und Aristophanes schildertenalle Büsewichlf, vornehme und geringe, in ihren Ver-sen mit natürlichen Farben; " sie griffen nicht blosPrivatpersonen an, sondern Aristopha nes zog sogardas ganze atkeniensisckc Volk und die Regierung durch,da§ e heilet nicht nur aus seine» übrig gebliebenenStücken, sondern auch aus dem Zeugniß des skeno-phon;" diese Freyheit gründete sich wohl auf dieersten Rechte der Komödie, welche anfangs nur einegrobe Lustbarkeit an den Bacchusfesten war und darinbestand, daß ein Trupp Lustigmacker sich an einenOrt hinstellte, oder auch durch die Straßen der Stadtschwärmte, um die Vorbevgehcnden mit Schimpswör-ren, anzugreifen, welcher Muthwille mit zu der Fest-

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