Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schauspiel.

der Cmneckia ckell' arte genommen. Erst mit Ausgangedes i/ten Jahrhunderts suchte Piet. Cotta, Borste»her einer Schauspielergesellschaft, die italienische Bühnevon dergleichen Ungereimtheiten zu reinigen; auch Ric-ke bo ni versuchte es, aber vergebens. ErstGoldonkbrachte wieder regelmäßige Lustspiele auf die italienischeBühne, ob er gleich den Harlekin und seine Gefährtennicht ganz vom Theater verdrängte.

Die dritte Gattung dramatischer Lustbarkeiten bey denItalienern ist die eigentliche gelehrte oder Charakter-Ko-mödie, die, wie bey allen Völkern, zusammenhangendniedergeschrieben ist. Die erste Idee dazu gaben die Ge-dichte der Alten, daher auch die ersten regelmäßigen Ko-mödien dieser Art in Italien lateinisch geschrieben wur-den. Schon mit Ausgang des i zten oder zu Anfang desr^ten Jahrhunderts schrieb Albertus MussatuSlateinische Tragödien. Petrarca schrieb als Jünglingeine nie gedruckte Komödie, welches auch Paul Ver-,gerius um eben diese Zeit that. Noch im folgendenJahrhundert erschienen solche Stücke in lateinischerSprache, sie taugten aber mehr zum Lesen, nicht zumAufführen. Die ersten in der Landessprache geschriebe-nen Stücke dieser Art hatten nicht einmal gleich die regel-mäßige Form der Komödie, ja nicht einmal die Form deSDrama überhaupt, sondern sie bestanden nur aus Lie-dern und Erzählungen. Das beweisen die zu Ende desizten oder zu Anfange des r^ten Jahrhunderts öffent-lich abgesungenen Thaten der Könige und Fürsten, dievom Albertus Mussatus aufgesetzt waren. DieseStücke waren in sechs Acte eingetheilt, hatten besondere,mannigfaltig abgetheilte Argumente und Prologen, auchzwischen den Acten Gesänge. Die Personen waren Göt-ter, Fürsten, gemeine Menschen und Possenreißer. DieStücke führten die Titel: Hotwla, kaoia, 1>azico-«neckia. Dieses warm die Erstlinge der eigentlichen Ko-mödie