Schauspiel.
-95
Dialekten Italiens sprachen. Dieses Schauspiel hangtunmittelbar mit den Mimen und Pantomimen der Römerzusammen und erhalt sich noch jetzt mit Beyfall auf demitalienischen Theater. Die darin vorkommende Maskedes Harlekin und des Scapin schreibt sich von d,m Cen-tunculus der Römer her , und die Maske des Ponta on,so wie die verschiedenen Dialecte Italiens, waren ftbonvordem Ruzzante, der 156g dergleichen Stücke schrieb,auf der Bühne. Der Schauspieler F la m i n i o Scalaerwarb sich zu Anfange des i7ten Jahrhunderts um dietlonieckiu ckvil' srio das Verdienst, daß er ordentlicheEntwürfe zu seinen Schauspielen machte, wodurch sieein Ganzes bildeten. Vom Anfang bis zur Mitte deSi^ten Jahrhunderts artete die Komödie aus dem Steg-reife aus, man nahm mehrere MaSkcn aus, die ohneGeist, ohne Anstand spielte», und wählte zur Vorstellungmeist abentheucrliche, unzusammcnhängende, tragisch-komische Begebenheiten. Dielen Verfall schreiben dieItaliener auf Rechnung des aufkommenden Geschmacksan spanischen Stücken; besonders behauptet Nicco-boni, bi daß die spanische Tragikomödie zu Anfangdes i6ten Jahrhunderts mit Karl V. nach Italien ge-kommen und die täolneckia cktcki' aits verdorben habe; al-lein schon zu Ende des igten Jahrhunderts gab Franc.Salustio B o n g u g l i e l m i ein Stück, Apollo «Deucoloe- betitelt, heraus, welches eine Tragikomödiewar und sogar unter die Farcen gesetzt wird; 22 fernerwar auch im röten Jahrhundert die italienische Komö-die im blühendsten Zustande und die Komödie aus demStegreife war auch noch sehr gut beschaffen. Erst mitdem r/ten Jahrhundert sangt sich der Verfall der italie-nischen Poesie überhaupt an. Schon um's Jahr 1ZZ2wurde die Tragikomödie Loccmria, die der Neapolitaner^ntoicko Lpiciiro, gemacht hatte, gedruckt. Seit dieserZeit wurden eine Menge Tragikomödien von den Italie-nern geschrieben, und in der Folge daraus der Stoff zu
N s der