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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schauspiel.

biblische Gegenstände mit einmischten. Diese Pilgri'm-me, die mit dem Pilgrimstabe in der Hand, Hut undMantel mit Schnecken und bemalten Bildern bedeckt,auf den Straßen und öffentlichen Platzen stehen bliebenund sangen, machten eine Art von Schauspiel, das ge-fiel, daher sich bald mehrere Personen mit einander ver-banden, um solche Schauspiele aufzuführen. 8Z ImJahr IZ8» erhielten diese Schauspiele dadurch, daß inParis mehrere Bürger ein Kapital zu einer Schaubühnezusammenlegten, und eine besondere Gesellschaft errichte-ten, welche Oonkrerie cle In?Ällion genannt wurde, undnun an Festragen zur Unrerweisung und Ergützung desVolks heilige Geschichten regelmäßiger und an einem be-stimmten Orte aufführte, mehr Selbststandigkeit. Ihrvornehmster Urheber war Johann Michael, Bischofvon Angers, der das Lustspiel von der Passion ausarbei-tete und v. Greban, der das triumphirende Geheim-niß von der Apostelgeschichte ausarbeitete. DieseGesellschaft erhielt sich auf dem Theater bis in's JahriZ§8 , wo ihre Stücke verboten wurden. 2 ? Indes-sen wurden noch um's Jahr iüZo solche Stücke ge-schrieben.

Die aus den Mysterien entsprungenen Moralitäten,worin allegorische Personen auftreten, scheinen inFrankreich zu Ende des locken oder zu Anfange des iztcnJahrhunderts entstanden zu seyn. Um diese Zeit wurdenämlich die Innung der Procuratoren zu Paris, Illa La-roclie genannt, bewogen, nach dem Beyspiele jenerGesellschaft auch Schauspiele zu geben, und da jene Ge-sellschaft ein ausschließendes Privilegium auf die Vorstel-lung heiliger Geschichten hatte; so verfielen diese aufdie Vorstellung solcher Stücke, welche die Moral lehrensollten. 8»

Auch Stücke weltlichen Inhalts, die eigentlicher Ko-mödien heißen können, sind in Frankreich sehr alt. Man

setzt