Schiefe Flache. Schierstöcke.
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Aus diesen Beobachtungen schloß Louvillö, daß dekWinkel der Ekliptik mit dem Aequator veränderlichsey, und die neuern Astronomen nehmen allgemein an,daß die Schiefe der Ekliptik geringer werde. Eulerleitete diese Verminderung anfänglich von den Kome-ten her, nachher aber vsn den Planeten, und hat auchzuerst Rechnung darüber geführt. Nachher hat auchDe la Lande solche Berechnungen angestellt. He«rodot gedenkt einer Tradition der Egyptier, daß dieEkliptik einst auf dem Aequator senkrecht gestandenhabe. Hieraus und auS der Angabe chaldäischer Beobach-tungen von 40Z00V Jahren will Louville schließen,diese Völker hatten die Abnahme der Schiefe der Ek-liptik gekannt, und diese vermeinten uralten Beobach-tungen bezögen sich blos auf die berechnete Zeit dessupponnirten senkrechten Standes beyder Kreise. ^
1, n. dl. I.id. II. 8. 2- Oleomeete- c^olics tlleor. I.id.
l. c. 7. s. Gehler Physikalisches Wörterbuch. III. S.829 — 8LZ.
Schiefe Fläche, schiefe Ebne, ist eine Flache, welchemit der Horizontalflache, mithin auch mit der Schei-tellinie oder der Richtung der Schwere, schiefe Winkelmacht. Da man bey Hebung schwerer Lasten durchsolche Flachen Vortheile in der Kraft erhalten kann;so wird die schiefe Flache von den neuern Mechanikernmit zu den einfachen Potenzen gerechnet. Goguet *halt die schiefe Fläche für sehr alt, denn er meynt,daß ohne dieselbe der babylonische Thurm nicht hättegebaut werden können. Vergl. Mechanik.
1. Goguet vom Ursprünge der Gesetze, I. Lh. S. 271.
Schl'erstöcke sind Tonnen ohne Boden, welche man aufden Grund des Maischbottichs stellt, um die Würzeabzuklären. Sie haben ihren Namen von Schier ove»Schir, welches ehedem so viel als klar oder rein be-
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