Schiff.
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Probe damit. Das Schiff war aus zartem aber starkgethrantcm Leder, er blies es durch ein Ventil mit demMunde auf, und dann wurde es wurstförmig und wardrey Ellen lang. Die Nath war sehr künstlich, denn sieließ kein Wasser durch. In der Mitte war ein Bodeneines Tellers groß, worauf sich der Erfinder setzte, dessenBeine über das aufgeblasene Schiff hinunter hiengcn, unddas Wasser berührten. Hinten am Schiff war eine kleineFlagge, und der Mann regierte dasselbe mit zwey kurzenHandrudern. Frezier in seinerReiscbeschrcibuna vonEhili erzählt indessen, daß sich schon die Fischer von Chilisolcher mit Luft gefüllter Würste, die aus Mcerwolfsfel-lcn gemacht sind, bedient haben. Sie binden nämlichzwey solche Wülste vermittelst einiger Stäbe an einander,und dann setzt sich ein Mensch mit einem Ruder von zweySchaufeln darauf, und hängt auch ein kleines Segel vonKattun an diesem Fahrzeuge auf, wenn der Wind gün-stig ist. Frezier läßt dieses aber nicht als eine neueErfindung gelten, indem schon Alexander der Kroßeseine Truppen aufHäuten, die mit Stroh ausgestopft wa-ren, über den Oxus ui,' andere Flüsse setzen ließ. Hie-ran ymnö gedenkt auch in seinen Episteln» daß Mal-chus auf Bockfcllen entwischte, womit er über einenFluß setzte. ^
Auch der kaiserl. Oberstlieut. von Becker ln Wienerfand um das Jahr 1692 lederne Schiffe, worauf eine2/4 Carthaune, mit sechs Pferden bespannt, samt dendazu gehörigen Leuten über die Donau gebracht werdenkonnte. Ein solches Schiff gicng 8 Zoll tief im Wasserund blieb 7 Zoll hoch über dem Wasser, es konnten12 Menschen darin sitzen, und konnte doch mit allem Zu-behör von einem Pferde fortgeschafft werden. "
Der königl. pohlnische und kurfachsische Hof- undKunst-Uhrmacher, Joh. Göttlich Graupner, er-fand