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Schluß. Schmälte.
Schluß, s> Dialektik, Logik.
Schmälte, Smalte, ist eine blaue Farbe, die man ausKobolt bereitet, indem man ihn durchs Rösten vonfremden Mineralien, besonders von Wismuth und Ar-senik scheidet, ihn dann calcinirt und mit Kieselerdeund Potasche zu einem blauen Glase schmelzt; oderkurz, die Schmälte ist eine blaue Farbe, die aus Sa-slvr und Potasche durch nochmalige Calcinirung berei-tet wird, woraus ein Glas entsteht, daß durch denSc^lor eine blaue Farbe erhalt, welches Glas danndurch das Mahlen und Schlämmen zu einem Pulver ge-macht wird, das man unter den, Namen Schmälteverkauft. Christian Lehman», Prediger zu Scheinbenberg und Verfaster des historischen Schauplatzes desMeißnischen Obercrzgebürges, der 1688 starb, erzähltvon der Erfindung der Schmälte Folgendes: Chri-stoph Schür er, ein Glasmacher von der Platten,(welcher Ort jetzt zu Böhmen gehört) zog nach Neu-deck auf die Eulenhütte, und machte da Glas. Ein-mal nahm er zu Schnecberg einige Stücke schön ge-färbten Kobolt mit, legte sie in seinen Glasofen, undda ersah, daß sie schmelzten, mischte er Kobolt mitder Glasmasse und erhielt dadurch ein schönes blauesGlas. Späterhin bauetc er daselbst, um das Glas zumahlen, eine Mühle mit einem Schwungrade, das ist,eine Handmühle, legte aber auch hernach eine Wasser-mühle an. Damals galt der Zentner Farbe 7^2 undin Holland 50 bis 60 Gulden. Christian Leh-rn an n sagt, daß die Farbenmühlen damals, als erschrieb, etwa roo Jahr alt gewesen seyen, und da ervermuthlich erst nach Endigung des drcyßigjährigenKrieges schrieb; so ist man geneigt, die Erfindung derSchmälte zwischen die Jahre 1540 und 1560 zusetzen. Der Friesländer Paul Nord hoff suchte um1640 die Schmälte zu verbessern. Klotsch Samm-lung