Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schreibefeder.

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die Alten zum Schreiben bedienten, ist noch nicht be-kannt ; indessen spalteten sie schon die Rohre undspitzten sie zu, daher hießen sie/ueo-oro/uot, ^«^vTr-rm, und beym Ausonius heißensie sissipeäes. ^ Mit solchen zugespitzten Rohren, derenSpalt die schwarze Dinte aufzunehmen geschickt war,schrieb man auf das Pergament. Bey den Arabernsoll erst Jbn Moklah, der 935 n. C. G. lebte, dieSchreiberöhre zu spalten gelehrt haben, wodurch er inden Stand gesetzt wurde, die kufische Schrift viel schö-ner, als vorher möglich war, zu schreiben. Die In-dianer bedienen sich noch statt der Schreibefedern desSchilfs Bambu oder Mambu, welches sie nach derLange und Dicke unsrer Federn schneiden, ihm an derSpitze die gehörige Gestalt geben, und es auch daselbstspalten. 6 Die Japaner schreiben noch mit einemSchilf, das am persischen Meerbusen wachst, und dassie, wie Federn, mit einer langen Spitze schneiden. ?Daß die Alten unsre Federspuhlen kannten, ist wohlnicht zu leugnen, denn Demosthenes, der Z22 Jahrevor Christi Geburt starb, trug Gift in einer Feder beysich, welches er nahm, als ihn Antipater verfolgte; baber Gebrauch zum Schreiben haben sie von den Fe-dern nicht gemacht. Man führt zwar eine Stelle ausdem Juvenal ^ für das Alter der Schreibefedern an,aber jene Stelle leidet mehrere Auslegungen, und kanndaher für das Aller der Schreibefedern nichts beweisen.

Das älteste bis jetzt bekannte Zeugniß vom Gebraucheder Schreibfedern findet sich beym Jsidor, der imJahr 6z6 n. C. G. starb, welcher der Federn undihrer gespaltenen Spitze gedenkt. Daß damals der Ge-brauch der Federn noch neu gewesen seyn muß, erhel-let daraus, weil er neben der Feder noch des Schreibe-rohrs gedenkt.

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Herr