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Schreibckunst.
Von den Griechen kam die Kenntniß der Buchstaben-schrift durch die Nicostrata und durch ihren SohnEvander, ^ um das Jahr 2740, zu den Lateinern,und von diesen zu den Römern. Die Hetrusker er-hielten die Buchstabenschrift vom Demaratus ausCorinth um das Jahr ZZ26. Von den Römern kamdie Buchstabenschrift zu den Teutschen. Im drittenJahrhundert n. C. G. war schon die Runenschrift be-kannt. Ulfilas erfand um das Jahr zgc» eineBuchstabenschrift für die Gotheu, und Cyrill au§Thessalonich erfand um das Jahr 850 eine Buchstaben-schrift für die Slaven. Im neunten Jahrhundert, un-ter Friedrich dem Teutschen, sieng man erst an,Teutsch zu schreiben, jedoch noch mit lateinischen Buch-staben. Unter Friedrich tl., im izten Jahrhundert,kamen, nach GunHlings Behauptung, die jetzigenteutschen Buchstaben auf.
Einige vermuthen, daß die Phönizier zuerst nachArt der Pflug - Furchen, wie die Ochsen auf dem Ak-ker pflügten, erst eine Zeile von der Rechten zur Lin-ken und dann die folgende von der Linken zur Rechtenschrieben, b?
Die Griechen schrieben anfangs, so. wie die morgcn-ländischcn Völker noch thun, von der Rechten zur Lin-ken; dann schrieben sie nach Art der Pflugfurchen,welche Schreibart man die Kadmische oder auch/Zeus-a^L^ch-8ov nannte. ^ Pronapides von Athen, ein Leh-rer des Homer, der also yoo Jahre vor C. G. lebte,erfand zuerst die Art von der Linken zur Rechten zuschreiben. Diese Schreibart, welche anfangs nichtgleich allgemein angenommen wurde, nannte man die io-nische. Die Chineser und Japaner schreiben ihreZeilen nach Art der Columnen von oben herniedcr-warts, und die Mericaner fangen von unten an undschreiben aufwärts. Vergl. Buchstaben, Schrei-hemassen, Lachpgraphie, Kryptographie.
1 . Maser