Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
Seite
306
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zoü Schreibmaschine. Schrcibemasscn.

Schreibmaschine. Die Kunst, zwey Briefe auf einmalzu schreiben, wurde von einem Cülnischcn Schulmeistererfunden. Er nahm ein Holz, durchbohrte es an bey-den Enden, steckte durch jedes Loch eine Feder, griffdann das Holz in der Mitte an, und schrieb so mit beydenFedern zugleich auf zwey in gehöriger Entfernung befe-stigte Bogen Papier. Dieses war die einfachste Schreib-maschine. Das llictionnaiee el' Inelulleio gedenkt noch ei-niger Maschinen , womit man einen Gegenstand doppelt,sogar dreyfach abschreiben kann. Herr Knauß, der1789 alsJnspector der physikalisch-mechanischen Kunst-kammer in Wien, 66 Jahr alt, starb, hatte ebenfallseine selbstschrcibcnde Kunstmaschinc erfunden * HerrP. Jaquet Droz hat im Jahr 1777 einen künstli-chen Schreiber verfertiget, der ein Kind von zwey Jah-ren vorstellt, welches auf einem Tabouret sitzt, und aufeinem Pulte schreibt. Es taucht die Feder selbst in'sDintenfaß, schüttelt das Ueberflüßigc aus der Feder,schreibt alles, was ihm vorgesagt wird, setzt die An-fangsbuchstaben richtig, laßt gehörigen Zwischenraumzwischen den Worten, und setzt auch die Linien gehörigvon einander ab. Wenn es schreibt, heftet es die Au-gen auf die Schrift, und wenn es ein Wort geschriebenhat, wirst es dieselben auf eine Vorschrift, als wenn esdieselbe nachahmen wollte ^

1. Lichtenbergs Magazin. VI. V. 2. St. S. 191. 2. KLnigl.

Großbritt. Gen. Kalender. 1780. Lauenburg.

Schrekbemassest. Darunter verstehe ich hier die Mate-rialien, auf welche man ehedem schrieb und noch jetztschreibt. Anfangs wählte man dazu weiche Masten;man schrieb zuerst auf Baumblatter, daher auch in derFolge ein Blast des Buchs den Namen Blatt oderk'vHiinrbekam. Die Egyptier * schrieben zuerst auf Palm-blatter. ^ Man ritzte die Züge mit einem eisernen Grif-fel«