Schreibetafeln. Schreibetisch.
Zu
Schrerbetafeln. Man vermuthet, daß die encaustischeMalerey der Griechen zur Erfindung der SchreibctafelnGelegenheit gegeben habe. Die ältesten Schrcibetafelnbestanden blos aus Holttafcln, in welche die Züge oderBuchstaben eingeschritten wurden, i Solcher Holzta-fcln bediente man sich schon zur Zeit des Bellerophon(s. Schreibekunst). Dann überzog man die hölzernenTafeln mit Wachs, in welches man die Buchstaben mitdem spitzigen Theile des Griffels eingrub und mit dembreiten Theile wieder auslöschte. ^ Solche Wachsta-fcln gab es schon vor dem trojanischen Kriege, wie Pli-nius ^ aus dem Homer versichert. Durch solche be-schriebene Wachstafeln gab Demaratus den Lacedamo-niern Nachricht, daß Darius den Krieg wider sie be-schlossen habe. ^ Aus einem Schreiben des Augusti -nus, § vorn Jahr zyo n. CH.G., erhellet, daß man da-mals auf elfenbeinerne Tafeln schrieb. Die Sicherheits-Schrcibctafeln, die sich vermittelst eines daran angebrach-ten Mechanismus in der Tasche befestigen, so daß sienicht heimlich herausgezogen werden können, ohne daßman es nicht merken sollte, hat Herr Thouverez er-funden. §
1. 1/lct. Ori'Z. VI. o. 8. 2. Iliiä. o. 12. und Lt^mol.
Illd. 19. csp. 19. Z. I.id. I. epill. 2. lall. 7. Spill.27. 4. 7-,II. 10. n. IZ le-j. Universal - L,'r. VII. p.
481. 5. ./iiAii/.'/iiiir HpiN. 15. IVor. Läit. 6. IVolice äs1 ä.Iinanscll Laus Verrs äsr illlocies, karis, 1790. y. 537.
Schreibetisch. Zu Rouen wurde eine neue Art vonSchreibetisch erfunden, der 6 Fuß lang, Z Fuß breit,
2 H2 Fuß hoch ist und den Namen le IVeceklllirc univgrkelbekommen hat, weil er alle Bequemlichkeiten in sichschließt, deren ein Mensch nöthig haben kann, Manfimet darin ein Bett, einen Kleiderschrank, einenSäcnktisch, einen Nachttisch, eine Speisekammer, ei-nen kleinen Keller, einen Nachtstuhl, Schubladen zu
Früch-