Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schriftgießerey.

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die erste Buchdruckcrey in Leipzig errichtete, brachte seineLettern noch aus Nürnberg mit dahin, und wahrscheinlichließen auch die nachfolgenden Buchdrucker ihre Letternaus Nürnberg kommen. Aber schon 1519 brachteMelchior Lotter der jüngere, ein Sohn des alternMelchior Lotter, der seit 149p in Leipzig druckte,mit der Druckerei), die er zu Ii>. Luthers Dienst inWiltenbcrg errichtete,-Mattizen von lateinischen undgriechischen Schriften von dem damals berühmten Fro-benius in Basel mit, wie Luther in seinen Briefenan den Spalatin mit Vergnügen bemerkt. Es ist zuvermuthen , daß sich auch schon M e l ch i 0 r Lotter deraltere dieser Matrizen bediente, und daß Vater und Sohndurch solche ihre nöthige Schriften selbst gössen, zumalda Melchior Lotter der Sohn 1525 bey seines Va-ters Tode nach Leipzig zurückgieng. Aber eine eigneSchriftgießerei) und eigne Schriftschneidcr hatte Leipzigin den ersten 200 Jahren der Buchdruckcrkunst nicht.Die erste eigentliche Schriftgießerei) in Leipzig, von derman Nachricht hat, besaß der Buchdrucker Hahn imJahr 1656, die er aber an den Buchdrucker Jansonverkaufte. Aus dieser ist hernach die noch in diesemJahrhundert berühmte Ehrhardische entstanden.Diese und die zugleich vorhandene P 0 rsd 0 rfi sch e Gieße-reyen hatten die Abschlage ihrer Schriften mehrentheilsvon Nürnberg, wo immer geschickte Schriftfchncider ge-wesen waren, erhalten; theils hatte auch der berühmteLeipziger Buchhändler Thomas Fritsch für denSchriftgießer Ehrhard Abschlage von den damals be-rühmten holländischen lateinischen Schriften, zur Verbes-serung der Leipziger Lucheruckerey, kommen lassen.So viel man weiß, war der Buchdrucker Müllerder Erste in Leipzig, der sich auf das Etcmpelschncidenlegte, er starb aber zu bald und hinterließ einige Stem-pel, samt dem Anfange einer klcinenGicßcrcy, die durchHeyrath seiner Wittwe 1719 an den alteren Breitkovf

kam.