Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
Seite
316
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Schriftgießercy.

kam. Von diesem Müller kommt die angenehme he-bräische Schrift her, womit die Ncincccische Hand-bibel so oft gedruckt worden ist; auch kam aus seinerSchule der erste Schriftgießer und Schriftschncider nachTranquebar, welcher die dasige Druckerey für die däni-sche Mission daselbst errichtete. Nach Müllern unter-nahm Zink, schon als Schriftgießcrgeselle, die müh-same Kunst, die beliebten holländischen lateinischen undauch die gewöhnlichen teutschen Schriften nachzuschneiden,und gab sogar den letztem eine angenehmere Gestalt.Auch errichtete er durch seine geschnittene Stempel eineneue Schriftgießerey in Wittenberg. Nach Abgang derZinkischcn Schriftgießercy errichteten die Breitkopfe,Vater und Sohn, eine Schriftgießerey, worin erst Zinkselbst, dann ein Buchbindergeselle in Leipzig, NamensArtopaus, besonders bey den Titelschriften, fernerder Schriftschneider Schmidt, der in Antwerpen gelernthatte, der Künstler Kauxdorf und ein junger Russe,Wankov, arbeiteten. Die Breitkopftfche Schriftgieße-rey hat jetzt schon über 400 Schriftarten und zeichnetsich durch die musikalischen Typen und Laudkartentypenaus. 6 Herr Johann Gottlob Im ManuelBreitkopf erfand auch die beweglichen Lettern zurchinesischen Schrift und gab 1789 eine Probe davon.

Johann Michael Fleisch mann, geboren zuNürnberg, in der Vorstadt Wöhrd, 1701, gestorben1763, verbesserte die Schriftgießerkunst.

Unter den Teutschen haben sich noch Lowinger undBau mann zu Nürnberg und Hanns Richter inWittenberg als Schriftgießcr berühmt gemacht.

In Berlin wurde 1741 die erste Schriftgießerey an-gelegt , welche der jüngere Zink aus Wittenberg nach1750 in bessere Aufnahme brachte, und noch jetzt gehörtdiese Schriftgießercy den Zinkischen Erben. Dannj b, fin-det